Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

Social Media Optimierung auf Steroiden!

Ich blogge ja weissgott nicht viel über meine Kunden, aber diese Story muss einfach erzählt werden, da wir mächtig stolz auf den Outcome dieser Kampagne sind. Außerdem bekomm ich regelmässig Würgereiz, wenn ich von deutschen Möchtegern SMOs lese, die stupides Artikel-submitten auf Yigg und Webnews schon als Krönung der Social Media Optimierung feiern… Aus offensichtlichen Gründen kann ich Kunden hier natürlich nicht nennen, aber soviel sei verraten -> es handelt sich um eine sehr große Online-Publikation unter einer .de Domain.

In einem Zeitraum von zwei Monaten haben wir insgesamt über 30 englischsprachige Artikel auf dieser .de Domain auf den Digg und Reddit untergebracht. Der Großteil davon war Digg, da sich einfach weit weniger Artikel für die Zielgruppe auf Reddit eigneten.

Sieben der Startseiten Diggs hatten über 1.000 Diggs , was beweist, dass die jeweilige Message der Seite optimal auf die Digg Zielgruppe angepasst war. Bei Reddit gelang uns so ein großer Erfolg ehrlicherweise nur mit einem Artikel.

Digg alleine sendete über eine Millionen User auf die Domain unseres Kunden!

Aber wie wir ja wissen, sind die User im Hinblick auf SMO als Tool in der SEO Toolbox zweitrangig -> aus SEO Sicht zählen natürlich nur die daraus resultierenden Links.

Insgesamt sind in dem Zeitraum der zwei Monate über 5.000 qualitativ hochwertige Links zur Domain unseres Kunden entstanden (alleine der Technorati Blog-Reactions Count ist noch immer im hohen dreistelligen Bereich). Auch im High-PR Bereich konnten eine Menge neue Links generiert werden, unter anderem sieben (!) Links von Pagerank 8, vier Links von Pagerank 7 und sieben Links von Pagerank 6 Seiten (Natürlich muss man hier aber anmerken, dass diese Links keine dauerhaften Startseiten Links sind, sondern selbstverständlich, gerade wie ja bei Blogs üblich, allmählich von der Startseite, in tiefere Gefilde der Seite verschwinden

Der Erfolg der Kampagne liegt vor allem darin, dass wir nicht stur Digg “gamen” wollten, sondern die jeweiligen Artikel sorgsam abgestimmt, und jeweils den Nerv bzw. die Interessen der Zielgruppe gefunden haben. Mit Fake-Accounts Artikel künstlich hochpushen und derartige Praktiken sind heutzutage nicht mehr fruchtbar, weil wenn es schon in der Upcoming Liste niemanden interessiert, dann interessiert es auch niemanden auf der Startseite! Und verlinken wirds später erst recht keiner, und genau die Links sollten ja das eigentliche Ziel von SMO sein (zumindestens aus Sicht eines SEOs, dem Marken-Awareness und Branding völlig schnuppe ist :-) …)

Gerade die vielen generierten Links zeigen wohl eindrucksvoll, dass die jeweiligen Artikel auch wirklich gut, und vor allem an die Zielgruppe angepasst waren.

Ein wirklich geiles Ergebnis, dieser zweimonatigen Aktion! Und endlich mal ne neue Story, als die immergleiche meiner WC Weltreise :-)

An dieser Stelle auch ein herzlicher Dank an den Kunden, der in erster Linie bereit war, auch einmal diesen, für deutsche Unternehmen leider noch immer sehr skeptisch beäugten Weg zu gehen. Und für die herausragende Mitarbeit und excellenten Artikel während der Kampagnenlaufzeit, ohne die ein derartiger Erfolg selbstverständlich nicht möglich gewesen wäre! Ein guter SMO kann zumeist leider auch immer nur die halbe Arbeit leisten! Danke!

Oh, nochwas – um doofen Nachfragen vorzubeugen -> die Aktion war für den Kunden selbstverständlich nicht preiswert (aber gemessen am Ergebnis wohl noch immer sehr günstig…). Meine Dienste sind generell unverschämt überteuert :-)

22 Comments on "Social Media Optimierung auf Steroiden!"

  1. Hans sagt:

    Passende Artikel, auf die sich die Digg-Userschaft stürzt, sind ja prinzipiell nicht so wahnsinnig schwierig zu konstruieren. Der Trick dürfte sein, in die Upcoming Listen zu kommen. Meine Versuche in die Richtung verhungern immer mit einer handvoll Diggs noch weit unter dieser Schwelle, obwohl mein Haupt-Digguser auch immerhin 200 “Freunde” hat. Ich vermute mal, man muss mit Digg-Usern, mit denen man nicht “befreundet” ist dem Artikel einen odentlichen Anstoß geben und dann gehts mit ein bißchen Glück los, was?

  2. Chris sagt:

    Das ist ja genau der Punkt.

    “Content is King”

    Was taugt es denn einen Artikel auf die Startseite zu pressen, wenn er es nicht wert ist. Die Arbeit liegt in der Vorbereitung, der Zielgruppenanalyse und der Ausarbeitung. Wer hier etwas mehr Zeit investiert, kann sich später die “Freundeliste” spraren. Was es Wert ist gelesen zu werden, explodiert dann von alleine.

    @ Marcus
    Hört sich saugut an. Warum eignete sich Reddit nicht, bzw. welche Zielgruppe wolltet ihr den ansprechen?

    Cheers, Chris

  3. mediadonis sagt:

    @Chris:
    Viele Freunde sich schon immer noch extrem hilfreich wenn es darum geht an die Spitze der Upcoming List zu kommen, und damit “organische” diggs zu generieren – es wäre nicht das erste Mal, dass der beste Content versandet, und von einem Poweruser aufgegriffen und re-submitted wird (gerade bei Bildern ist das gang & gäbe :-) …)

    Aber wie in jedem Social Network gilt einfach, dass man nicht nur einfach stupide Freundschaften schließt, sondern ein wirkliches Verhältnis zu seinen Kontakten aufbaut. Denn auch 500 Freunde bringen nichts, wenn sie mein Content nicht interessiert, und auch nicht für mich aktiv werden. Gerade heutzutage wird man ja geradezu von Shouts überschüttet – da wird man selektiver. Aber ich gehe ja selber auch so vor – ich habe Freunde, deren Submissions, Diggs & Comments ich in speziellen Themenbereichen verfolge, da ich weiß dort immer wieder etwas interessantes zu finden – “General” Digger, die nur die Startseiten (also News / Images / Videos) “abdiggen” sind da weniger interessant. So hat man für jeden Interessensbereich evtl. komplett verschiedene Freunde. Wie halt auch im realen Leben – es gibt Freunde mit denen mache ich Sport, es gibt welche mit denen ich mich ins Münchner Nachtleben stürze, es gibt Freunde in Deutschland, Freunde im Ausland etc. etc. You get the point :-)

    Bzgl. Reddit – so schlecht ist Reddit nicht gelaufen, immerhin konnten wir dort auch eine knapp zweistellige Anzahl an Frontpages verbuchen, mein Punkt war lediglich, dass uns “große” Erfolge eher bei Digg gelungen sind.

  4. CapeK sagt:

    Hmm, interessante Geschichte. Es ist es auf jeden Fall wert sich genauer Gedanken um die Digg-Stories zu machen, als einfach nur irgendeinen Content zu uppen, den dann irgendwelche Digg-Freunde aus Nettigkeit mal diggen.

    Achja, deine WC-Weltreise war ja auch nen feines Ding. Aber schön zu hören, dass es auch mit anderem Content als “Scheiße” klappt ;)

  5. Hans sagt:

    Lustig. Heute ist eine Bild (der fliegende Rochen) auf der Startseite und genau das Bild hatte ich vor ein paar Monaten schon mal submitted. Immerhin hatte ich mit dem Content schon mal den richtig Riecher ;)

  6. mj sagt:

    Und jetzt kommt der spannende Teil der Kampagne… was wird mit den englischsprachigen Links auf deutschem Boden gemacht? Oder soll die englische Version der “Publikation” weiter ausgebaut werden?

  7. mediadonis sagt:

    @Hans: Ist gängige Praxis, dass man “gestrandete” Bilder mit Potential (sind ja am leichtesten zu stehlen, da man sie einfach bei nem Pic-Hoster neu hochladen kann) re-submitted.

    Den Rochen habe ich lustigerweise aber schon viel früher mal gesehen… mmhh… :-)

  8. Uwe sagt:

    @mj.
    Die Frage hatte ich mir auch schon gestellt. Oder Wurden einfach nur ein paar englische Artikel injiziert um überhaupt auf den englischsprachigen Portalen eine Chance zu haben? Wenn die Onpage Verlinkung passt kann ja trotzdem ein sehr guter Nutzen für den Kunden durch gezielte Deeplinks erreicht werden…

  9. _DD_ sagt:

    @Uwe: Die Domain hat einfach einen englischsprachigen Bereich als Subdir, also vollkommen legitim Artikel daraus gediggt.

    Das mit der Wirkung von internationalen Links ist für mich immer so eine Sache. Für das Ranking in Google.de bringen die Links für das Keyword selbst – wie wohl jeder weiß – nichts, dennoch sollte es logisch sein, dass Verlinkungen egal aus welchem Land sie kommen der Domain gut tun müssten. Wenn eine deutsche Domain aus dem Ausland Links bekommt, heißt das ja auch nichts anderes, als das der Content sogar so gut ist, dass er sogar von ausländischen Besuchern empfohlen wird.

    Demnach sollte in der Theorie der Trust bzw. die allgemeine Power der Domain steigen – ob das in der Praxis auch so ist, schwer zu sagen: meine ausländische Datenbasis ist dafür leider viel zu klein. Mal beobachten… ;-)

    Eine andere verrückte Theorie wäre ja aber auch, dass wenn mehr Empfehlungen von z.B. US-Seiten kommen als von deutschen, dass es da einen Punkt gibt andem das auch negativ wirken kann. Das am Ende nur noch das Ranking in .com top ist und nicht mehr in .de – verrückt? Ja, wahrscheinlich aber wer weiß ;-)

  10. Hans sagt:

    @Mediadonis Lustiger Weise hatte ich exakt die gleiche URL submitted. Ich vermute mal, dass der Dupe-Check ältere submissions, die es nicht auf die Startseite geschafft haben irgendwann wieder durch lässt. Macht meiner Meinung nach aus Digg-Sicht ja auch Sinn.

  11. mediadonis sagt:

    @_DD_: Generell lautet die Devise ja: “Jeder Link zählt” – gerade als Backfill ist sowas ideal.

    Hinsichtlichem dem englischen Ranking hast Du selbstverständlich recht – bestes Beispiel ist in diesem Zusammenhang noch immer meine “WC Weltreise”, die in Google.com auf Platz 3 für “Weltreise” rankt

    -> http://www.google.com/search?hl=en&q=weltreise&btnG=Google+Search&aq=f&oq=weltreis

    in Google.de aber überhaupt nicht…
    Eben wegen den tausenden von US-amerikanischen Links
    (lustigerweise war sie damals nicht mal mehr im “site:” Ergebnis bei “nur Seiten aus Deutschland” zu finden :-)

    Aber generell gilt -> “Die Mischung machts!”, und gerade bei so großen Seiten, die sowieso schon extrem viele gute & qualitativ hochwertige Links haben wird es schwer das Linkverhältnis in Richtung US zu kippen.

  12. Uwe sagt:

    Ich habe Doms die nur Links aus den USA haben. Die ranken auch in D zu deutschen Keys recht gut. Ich denke da ist der Thrustrank entscheidend.

  13. Tommy sagt:

    Immer wieder aufregend zu lesen, welche fast schon unmessbare Power hinter SMO steckt. Die Vorbereitungen stell ich mir allerdings sehr aufwändig und damit auch etwas kostspielig vor. Ich denke, dein Feierabendbier ist damit sicher bezahlt :-P

  14. Loewenherz sagt:

    Marcus, deine Weltreise taugt als Beispiel nicht ganz, da der Content auf der Seite allein wegen der Kommentare überwiegend nicht mehr deutschsprachig sein dürfte. Könnte also mehr am Content als den eingehenden Links liegen…

  15. Außerdem bekomm ich regelmässig Würgereiz, wenn ich von deutschen Möchtegern SMOs lese, die stupides Artikel-submitten auf Yigg und Webnews schon als Krönung der Social Media Optimierung feiern

    Ach Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele, Marcus! Wir löschen jeden Tag dutzende bzw. hunderte solcher plumpen Werbeversuche bei Infopirat. Es herrscht so eine geistige Armut bei vielen angeblichen “SEO/SMOs” – unglaublich.

    Gratulation zu Euren Erfolgen!

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