Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

SEO ist nicht tot! Jetzt wird´s erst richtig lustig!

Alex hat´s geschafft – mitten im Sommerloch ein Thema gefunden, bei dem jeder mitdiskutieren kann! Alex´ durchaus provokante These lautet -> “Der SEO-Goldrausch ist vorbei“! Alex´ Kernthese ist, dass Social Media Optimization das “neue SEO” ist, Newcomer springen derzeit lieber auf den SMO Zug auf, der gerade in Eiltempo durchs Land fährt, und kümmern sich nicht mehr so um die Lehren der Suchmaschinenoptimierung. Das ist vollkommen richtig! Wo früher SEO-Spezialisten und SEO-Agenturen wie Pilze aus dem Boden gesprossen sind, sind es heutzutage die Social-Media-Gurus & -Evangelisten, die auf einmal an jeder virtuellen Straßenecke aufpoppen, und mittlerweile eher das Problem habe neue Superlative für ihre Berufsbezeichnung zu finden, als wirklich nen guten Job zu machen.

Sich als SMO Experte zu branden ist halt auch super-easy, denn was muss man denn schon groß für Voraussetzungen erfüllen? Früher musste man wenigstens noch etwas Progging-Kenntnisse mitbringen, um ernst genommen zu werden, und nicht wie ein totaler Noob dazustehen, mit einem Blog, der blogspot.com, wordpress.com oder jedwedem anderen deutschen Bloghoster als Host hatte.

Ein neuzeitlicher “SMO Experte” wiederum braucht lediglich ein Twitter- & Facebook-Account, sowie evtl. nen Microblog bei Tumblr oder Posterous – that´s about it! Dann muss man nur noch die ganze Herrschar an anderen Social Media Experten adden, ein wenig RT´en, und auf Mystery machen, was man denn außer den 400 Followern auf Twitter sonst noch für Leistungen im Social Media Bereich erbracht hat… Aber das Gute daran ist ja, dass ahnungslose Vollidioten nicht merken, dass ein anderer ebenfalls ein ahnungsloser Vollidiot ist, und so wird munter untereinander gefachsimpelt und Social-Media-Bullshit-Bingo gespielt…

Da die meisten potentiellen Kunden glücklicherweise noch ahnungsloser als die Gruppe der ahnungslosen SMO-Experten sind, findet auch ein blindes Huhn mal gelegentlich ein Korn, bzw. halt nen ahnungslosen Kunden – schöne neue Online-Marketing Branche!

Mit Social Media die SEO Bemühungen unterstützen

Ich selber finde Social Media richtig spannend! Mit Hilfe der diversen Social-Media Plattformen, gerade US-Social-News-Aggregatoren, kann man heutzutage extrem geiles Linkbuiliding wie auf Steroiden betreiben! Ein Beispiel ->

Ein deutscher Kunde mit einer komplett neuen Seite in einem hochumkäpften Markt – nicht gerade der Traumkunde eines jeden SEOs, aber dank großzügigem Budget & eisernen Willen zur Top 10 gehören zu wollen, waren wenigstens die Grundvoraussetzungen gegeben so richtig Gas zu geben!

Als erstes muss natürlich erstmal die PR-Keule zur Hand genommen werden, um den Launch entsprechend publik zu machen, und ein paar easy Links auf diversen Seiten mitzunehmen. Jetzt einfach so ein paar Keyword-Links zu kaufen wäre tödlich, da der Backfill in den meisten Fällen nicht ausreicht, und das Linkprofil schnell ins unorganische kippt. Den ganzen Eintragungsquatsch in Webkataloge und Social-Bookmark Portale kann man sich schenken, genauso wie Blog-Kommentare a´la Bernd Sonnensegel, Foren-Spam (auch wenn diverse SEOs gerade solche Foren-Links recht erfolgreich für sehr sportliche Preise verkaufen!), oder auch Artikelverzeichnisse und jede andere Art von Link, die jeder von Kreativität befreite Hobby-SEO so als erstes für ein neues Projekt heranzieht. Dann lieber die teure sinnvoll verwenden – lieber ein richtig guter trusted Link, als 100 Keyword-Anchor Blogkommentare!

Am besten & schnellsten geht das Ganze einfach mit SMO, und wie oben schon erwähnt, geben einem gerade die US-Social-News-Aggregatoren die beste Möglichkeit eine Sau möglichst schnell durchs Dorf zu treiben! Dazu bedarf es aber einer Fähigkeit -> Kreativität

Ich könnte mich den ganzen Tag über langweilige “Linkbaits” aufregen, die alle meist nach dem selben Muster gestrickt sind ->

Verlinke diese Seite mit Keyword XY, und unter allen, die mitgemacht haben, verlosen wir dann Preis Z

Dabei gibt es doch heutzutage so schöne andere Arten, wie man gute Links abgreifen kann! Infografiken bspl. oder auch Image-Mashups werden dieser Tage zwar auch schon fast inflationär verwendet, aber mit einer guten Idee, und einer eben so guten Umsetzungen lassen sich noch immer richtig viele Links einsammeln! Vor allem auch, wenn man eine deutsche Seite hat, und nicht wirklich mit dem orginären Content (da halt auf deutsch) punkten kann. Hier das versproche Beispiel ->

Social Media Impact

6 Linkbaits in den letzten 3 Monaten, von denen ein paar durchaus besser funktioniert haben als andere, aber man sieht recht deutlich welche Besucher-Volumina man mit gut gemachtem Bait erreichen kann. Im Durchschnitt resultierte das Ganze so mit 1.500 bis 3.000 Links, unter denen sich natürlich auch ne Menge Mist tummelt, wie bspl. Scraper, aber genauso sieht halt ein organisches Linkprofil aus – keine Seite hat lediglich gute, starke & trusted Links! Und so ein spontaner Schub an Links eröffnet einem noch eine andere sehr wertvolle Möglichkeit, das unterfeeden mit starken gekauften Keyword-Links!

Alex schreibt in seinem Artikel

Generell gilt, wer Links tauschen, kaufen oder mieten muss, der scheint keine guten Inhalte zu haben.

Das stimmt meiner Meinung überhaupt nicht, denn gerade in hochumkämpften Keyword-Sets ist Linkbuying einfach essentiell (außer man ist der Spiegel oder der inHouse SEO von Wikipedia :-) …). Zu oft lassen sich die durch Social Media generierten Links einfach nicht gut genug steuern, so dass es schwer wird auf spezifische Keywords zu optimieren. Daher nehm ich lieber das ganze Paket als Backfill her, und hole mir während hunderte von Links natürlich auf mich einprasseln ein paar starke Keyword-Links, die nun individuell gar nicht auffallen, und ebenfalls natürlich gesetzt scheinen. Ein paar lustige Spielchen mit 301 und conditional redirects, sowie dem durchaus brauchbaren rel=cannonical Tag, ermöglichen einem dann ganz spannende Möglichkeiten, den Linkfluß entsprechend zu steuern, und auch große Keywords zu tacklen.

Ich will jetzt auch keine Diskussion über das Kaufen von Links an sich vom Zaun brechen, denn smartes Linkbuying ist heutzutage einfach unerlässlich. Jeder der das Gegenteil behauptet, will meistens nur den eigenen Profit erhöhen, indem er auf kostenlose Links durch Comment- oder Foren-Spam setzt, oder wiederum aus dem eigenen Linknetzwerk schießt. Linkbuying ist ja auch nicht gleich Linkbuying – da gehört heutzutage schon ne Menge Gehirnschmalz und Erfahrung dazu! Wir reden ja nicht davon über irgendnen x-beliebigen Link-Broker stupide Links in überfüllten Footern und Blog-Sidebars zu kaufen, und ohne ein Auge auf Co-Citation blind irgendwelche Links zu holen. Manchmal ist der finanzielle Aufwand ja gerade nicht die Platzierung des Links an sich, sondern bspl. vielmehr die Erstellung irgendeines Contents, den man wiederum auf der entsprechenden Seite platzieren kann.

Don´t hate the player, hate the game! Oder wie schon Helmut Thoma in einem sponten Anfall von Weisheit sagte “Der Köder muss dem Fisch schmecken, und nicht dem Angler“…

Ist SMO nun das neue SEO?

SMO ist also ganz sicher nicht das “neue SEO“, es ist lediglich eine sehr starke Waffe, mit dem ich meine SEO Bemühungen entsprechend leveragen kann!

Aber das ist auch genau der zentrale Punkt -> Heutzutage darf man sich einfach nicht mehr nur auf SEO fokussieren, sondern man sollte alle Werkzeuge in der Online-Marketing Toolbox gut bedienen können! Es geht ja auch schon lange nicht mehr nur darum auf Platz 1 des organischen Ergebnisses für meine gewünschten Keywords zu sein, sondern mit über 60% aller SERPs, die irgendeine Universal Search OneBox im Ergebnis präsentieren, geht es gerade darum überall präsent zu sein, und entsprechend gut gelistet zu werden! Rule the SERPs lautet die Devise!

Und auch wenn ich überall gut gelistet bin, und mir potentielle Kunden die Bude einrennen, muss gleich das nächste Werkzeug der Online-Marketing Toolbox mit sicherer Hand eingesetzt werden -> die Conversion Optimization! Statt noch mehr Geld einzusetzen, versuche ich doch lieber mal ein wenig an meiner Conversion Rate zu schrauben, um mit gleichem Traffic noch mehr Revenue rauszukitzeln!

Und so geht es weiter, und weiter, und weiter… es gibt immer etwas zu optimieren, oder einen neuen Kanal der darauf wartet sinnvoll eingesetzt zu werden.

Marcus sieht das ganz ähnlich ->

Spezialisierungen sind für Kunden uninteressant geworden, die Grenzen verschwimmen immer mehr. SEO Dienstleistungen, Social Media Marketing und Conversion Optimierung werden benötigt, um effektive Strategien zu entwickeln. In wie weit man sich selbst spezialisiert, ein Team aufbaut oder in einem Netzwerk kooperiert, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die eigentlich bekannten Eigenschaften wie Fleiß, Ehrgeiz, Talent und Leidenschaft zähle ich auf jeden Fall zu den Grundvoraussetzungen. Somit platzt der Traum zumindest für all diejenigen, die auf schnelles Geld aus sind und denken, den Kunden etwas vormachen zu können.

Die SEO Branche wird erwachsen

Ich stimme total mit Marco überein, wenn er schreibt, dass SEO mittlerweile erwachsen geworden ist! Früher waren SEOs nur billige Spammer (da nehm ich mich auch überhaupt nicht raus…), aber mit der Zeit wurde Google halt besser & schneller im erkennen & kicken gecloakter Pseudo-SuMas & MFA Seiten, und so fingen einige SEOs an richtige Assets aufzubauen, und so wurden aus reinen SEO-Projekten auf einmal “echte Seiten” (wie Stefan so schön schreibt) und gar legitime Brands!

Heute ist die SEO-Branche erwachsen geworden, und wo man vor
fünf Jahren nur ein paar einzelne Anzugträger auf der OMD, die ja mittlerweile von der DMEXCO als Leitmesse abgelöst worden ist, sehen konnte, muss man sich dort heutzutage eher ohne Anzug und schmissiges Bullshit-Bingo als Aussätziger fühlen. Und oftmals sind es gerade die großen Agenturen die den beschissensten Job abliefern, vor allem in Hinsicht aufs Preis- / Leistungsverhältnis. Und die Abzocker-Agenturen, die oftmals nur aus einem windigen Geschäftsmann und einer Horde von in C&A gekleideten Vertriebsmitarbeitern bestehen… Aber wie schreibt Julian so treffend:

So wird es auch immer schlechte Abzocker-Agenturen geben – und immer Kunden, die auf diese hereinfallen. Ich kann allerdings auch auf einen Reiseveranstalter hereinfallen und in einer Bruchbude meinen Urlaub verbringen, wenn ich mich vorher nicht ausführlich informiere: Selbst schuld!

Aber oftmals ist es weniger unsaubere Recherche, sondern vielmehr auch einfach das Budget, denn Leute, die davon träumen mit 500 Euro im Monat irgendwann mal in der Top 3 für bspl. irgendein Finanzprodukt zu ranken, sind einfach ein ideales und willkommenes Opfer für solche Agenturen! Viele fallen auch gleich nacheinander auf diverse Bauernfänger rein, bis dann irgendwann nicht das etwa eigene Verhalten hinterfragt wird, sondern vielmehr eine regelrechte Wut auf die ganze Online-Marketing Branche an sich entsteht.

Aber neben unzähligen Abzocker-Buden entstehen auch richtig spannende gute Online-Marketing & SEO-Agenturen! Gerade wenn sich zwei oder mehrere Experten und Spezialisten zusammentun, entstehen teilweise wirklich gute neue Agenturen! Die Münchner Agentur Catbird Seat bspl., die ein Zusammenschluß von gleich vier erfahrenen Online-Marketern (von denen drei, genau wie auch ich selber, ihre Online-Marketing Fähigkeiten bei der Scout24 Gruppe vervollständigen konnten). Oder Schoebs & Friends, ein Zusammenschluß des SEO Urgesteins & ehemaligen Mr.Suchmaschinentricks Stefan Fischerländer, und Marcus Schoeberichts, der ebenfalls schon recht lange in diesem Business aktiv ist. TRG, oder auch ausgesprochen “The Reach Group“, ist ebenfalls ein gutes Beispiel für einen Zusammenschluß erfahrener SEOs. Last but not least will ich noch die Münchner Agentur webhelps! erwähnen, bei der der ehemalige Google Search Quality Mitarbeiter Jonas Weber das Zepter in der Hand hält.

Ich selber habe mich ja auch mit einem ehemaligen Google-Mitarbeiter zusammengetan, weil ich zwar in SEO und SMO richtig fit bin, aber bei der Optimierung der diversen Universal Search Indizes sehr häufig Hilfe von extern anfordern musste. Und nachdem Universal Search mittlerweile so dermassen wichtig, und eine (wenn entsprechend gut optimiert) extrem attraktive Traffic-Source geworden ist, machte es Sinn sich mit dem Besten auf diesem Gebiet entsprechend zusammen zu tun :-)

Die Moral von der Geschichte

SEO ist ganz sicher nicht tot, und SMO noch viel weniger das “neue SEO“, aber die Branche hat sich verändert, und als guter Online-Marketer bzw. vor allem als guter Geschäftsmann, muss man auf diese Veränderungen auch entsprechend reagieren! Der Goldrausch ist ebenfalls ganz sicher nicht vorbei, für Hardcore-Affiliates sind aber derzeit eher Dinge wie Facebook Ads oder die hauseigene Advertising-Plattform von Plenty of Fish interessant, da sich hier ganz unabhängig von Google gut Kohle verdienen lässt – und das auch relativ schnell & konstant, im Gegensatz zum Geduld fordernden SEO Katz & Maus Spiel.

SEO ist und bleibt eines der mächtigsten Werkzeuge der Online-Marketing Toolbox, und je schwieriger das Spiel wird, desto einfacher haben es SEOs, die mit Kreativität und 100%-igem Einsatz versuchen immer vorne dabei zu sein. Es gibt jeden Tag etwas neues zu lernen – entweder man macht´s richtig oder garnicht!

83 Comments on "SEO ist nicht tot! Jetzt wird´s erst richtig lustig!"

  1. Die Linksau sagt:

    Danke Marcus, dass du genau den Satz rausgepickt hast (“Generell gilt, wer Links tauschen, kaufen oder mieten muss, der scheint keine guten Inhalte zu haben.“), den ich auch in meinen Kommentaren bei United als völlig daneben gekennzeichnet habe, und dafür vom Autor und anderen Kommentatoren nur Hohn erntete.
    Wie immer: super!

  2. Florian sagt:

    Danke Marcus für diesen Artikel! Der ist mal wirklich klasse, inhaltlich gebe ich dir 100%ig Recht und die “SMO-Evangelisten die an jeder Internet-Straßenecke wachsen” können wegen mir auch gerne alle wieder heim gehen und mit Twitter spielen. Vielleicht ist ja einer ihrer 400 Follower ein “echter” Follower der ihnen zuhört ;-)

  3. Michael sagt:

    Du hast es mal wieder wie von Dir gewohnt mit deutlichen Worten auf den Punkt gebracht. Danke! Besonders folgendem Satz möchte ich voll und ganz zustimmen: “Heutzutage darf man sich einfach nicht mehr nur auf SEO fokussieren, sondern man sollte alle Werkzeuge in der Online-Marketing Toolbox gut bedienen können!”

  4. Sven sagt:

    Wow, ziemlich umfangreich… :) Ich selbst bin ja kein Profi-SEO aber ich sehe das auch so, dass man versuchen muss z.B. im Bereich SMO und in der Universal Search vorn mitzuspielen. Ich hab noch nicht den Dreh dafür raus aber wie du ja sagst, wenn man kreativ genug ist dann bekommt man das schon hin. Und da ich ja durch und durch Optimist bin, wird das irgendwann auch funktionieren.

    Ich denke auch nicht das SEO tot ist, sondern das es einfach nicht mehr so extrem wahrgenommen wird, da mittlerweile nicht mehr nur für die organischen Ergebnisse optimiert wird, sondern halt für die komplette Besucherschiene. Jeder versucht sich seine User überall abzuholen, ob bei Google in den organischen Ergebnissen, der Universal Search mit allen Ihren Bereichen wie News, Videos, Produkte und weiteren, Facebook, Twitter und die vielen anderen Plattformen. Ich denke man wird in Zukunft sicher mehr und mehr bei Facebook und Co. rausholen können, aber ich denke Google wird noch eine ganze Weile das Non-Plus-Ultra sein und solange das so ist, gibt es halt noch das alte SEO und auch das verschwimmen der Grenzen bei SEO und SMO.

    Deshalb ist SEO eben nicht tot. SEO lebt und es werden sicher noch viele Leute mit SEO zum Supermann. :)

  5. Super Beitrag Marcus! Deswegen freue ich mich schon auf “Irgendwie und SEO” um mal wieder die Leute zu treffen, die ebenso wie wir schon 10 Jahre in der SEO-Branche tätig sind und somit auch schon alle Höhen und Tiefen mitgemacht haben und wissen wie der Haase läuft.

  6. Chris sagt:

    Moin,
    von mir ebenfalls ein Lob!
    Ich find`s auch wichtig dass du das Budget nochmal erwähnt hast. Kreativität nützt nichts, wenn kein Budget vorhanden ist, dass es einem ermöglicht eine Linkbait-Aktion o.ä. zu starten.

  7. Bob Rains sagt:

    Bravo Marcus! Great article…

  8. Mißfeldt sagt:

    Toll geschrieben, vor allem diese Beispiele, die einfach tricky sind und doch so einfach scheinen. Freut man sich immer beim Lesen :-)

    Ich beobachte das ja noch nicht lange, aber es scheint mir, als findet gerade ein “Mentalitätswechsel” statt: früher war man als SEO eher Einzelkämpfer, und das “Nehmen” stand im Vordergrund. Und heute spielt gerade im Bereich SMO zunehmend das “Geben” eine zentrale Rolle, oder? Wer nicht gibt, der nicht bekommt. Alleine kann man kaum noch etwas reißen. Aber die spannendendsten Netzwerke sind ja die, die organisch entstehen und unausgesprochen funktionieren.
    Daher meine These: Wer in der alten “Seo-Denkweise” (Abstauben und Einsahnen) verhaftet ist, für den ist der SEO-Goldrausch sicherlich vorbei.
    Gruß und schönes Wochenende
    Martin

  9. Mißfeldt sagt:

    Mist, den letzten Satz vergessen: Für alle anderen gehts jetzt erst richtig los :-)
    (Bitte einfügen)

  10. Ich weiß, dass man heute auch noch mit den fanatasielosem Gespamme in Artikelverzeichnissen sehr weit kommt. Denn es gibt ja nicht nur die Oberliga, die auf Lebensversicherung, Kredit oder Handy optimiert, sondern auch Leute, die tolle Aufräge bekommen, wenn sie bei Thermoholz oder Faltwerktreppe weit vorne stehen.
    Will man denen einen Gefallen tun, dann ist es nach Feierabend eben einfacher, 20-30 Artikel bei Textbroker produzieren zu lassen.
    Nur, dass kann mal auch nach Feierabend erledigen, während es viele Agenturen selbst bei solchen Aufgabenstellungen schaffen jeden Monat fette Rechnungen zu schreiben, unter dafür noch weniger tun, als die 20-30 Artikel produzieren zu lassen, die man für nicht einmal 200€ bekommt. Fazit: nicht die Fantasielosigkeit ist das Problem, sondern oft eher der Fleiß…
    Nicht SEO wird sterben, sondern mangelder Fleiß wird die Branche hoffentlich bereinigen.
    Fantasie ist natürlich dennoch eine wirklich gute Sache, für die Kreisklasse aber gar nicht nötig.

  11. diese tastatur bringt mich noch um. sorry wg. der tippfehler…

  12. Nedim Sabic sagt:

    Endlich mal eine gut begründete Kritik an die SM-s und “SM”-s. Ich denke dass noch immer mit einfachen SEO Mitteln mal viel erreichen kann. Dass es immer komplizirter wird, mag von Außen so aussehen, aber gute SEOs wissen dass sich nicht gerade viel geändert hat. Mit SEO kann man noch immer aus 5EUR, 5000EUR machen, wobei bei all den anderen Methoden Startkapital gefordert wird. Mich würde interessieren ob du es ernst gemeint hast mit den Infografiken? Ich habe irgendwie dass gefühl dass es auf einmal zu viele davon gibt und die Effektivität verloren wurde. Hast du dazu statistische Daten?

  13. @Nedim

    Auf der Affiliate Summit in New York vor 14 Tagen gab es einen Vortrag zum Thema “Erfolgreiche SMO-Kampagnen”. Auch hier war eine Idee, dass man mit Infographics sehr Erfolgreich ist zur Zeit. Schau Dir doch einfach mal die Diagramme vom BVDW, IWB oder Forrester an, wie oft diese zitiert und verlinkt werden…

  14. mediadonis sagt:

    @Nedim -> Na klar springt grad jeder auf den Infografik-Zug auf, gerade weil sie so unglaublich gut in der letzten Zeit funktioniert haben! Aber mit sie funktionieren noch immer hervorragend, man muss halt aus der Masse hervorstechen (auch hier ist wieder Kreativität gefragt) bzw. in thematischen Nischen nicht nur über Social-News-Aggregatoren gehen, sondern auch in den jeweiligen Alpha-Blogs direkt seeden!

  15. Andi Licious sagt:

    Aloha,
    schöner Artikel Marcus und richtig einen entgegen geknallt! Gut und richtig so :)

    Cheers, Andi

  16. Nicole Simon sagt:

    Wer heute mit SMO anfängt ist genauso zu spät wie damals bei SEO.

    In meinen Vorträgen – und Markus, wir kennen uns genug damit Du weißt daß ich das nicht als Werbeargument sondern als Erfahrungsargument meine – ist immer die Frage “also brauchen wir einen Twitter oder einen Facebook??” und die Antwort darauf ist dann immer ganz einfach.

    Das hier ist eine gute Übersicht:
    http://theconversationprism.com/
    gibt es schon Jahre im Social Media.

    1. Social Bookmarks
    2. Comment and Reputation
    3. Crowd sourced Content
    4. Collaboration
    5. Blog Platforms
    6. Blogs/Conversations
    7. Blog Communities
    8. Micromedia
    9. Twitter Ecosystem
    10. Lifestreams
    11. SMS / Voice
    12. Forums
    13. Social Networks
    14. Interest and CUrated Networks
    15. Reviews and Ratings
    16. Location
    17. Video
    18. Customer Service
    19. Document / Content
    20. Events
    21. Music
    22. Wiki
    23. Livecasting Video and Audio
    24. Pictures

    Und das ist NUR die Highlights von Social Media. Für einen vernünftigen Auftritt darf man die alte Welt absolut nicht vergessen, und das ist mehr als nur SEO. Das fängt bei sowas wie Gesamtstrategie an.

    Und wer in diesem Bereich aktiv und erfolgreich sein will, braucht mehr als nur einfach einen Account in einem dieser Bereiche.

    Und Seo kann man schon mal gar nicht vergessen. Und Mobile auch nicht. Das finden sie dann immer deprimierend. Und auch, daß es eben Profis in diesem Bereich gibt und ein für Dummies Buch für x nicht ausreicht.

    Das Problem sehe ich eher darin, daß weil es so kompliziert ist, die Menschen undbeding die ‘eine’ Lösung haben wollen. Und es ist immer harte Arbeit ihnen klarzumachen das die ‘eine’ Lösung das Wort Gesamtstrategie heißt (so mit offline und so).

    *seufz* Sisyphos und so. ;)

  17. m.o.m. sagt:

    Apropos Evangelist.

    Ich sehe das nicht so ernsthaft und verbissen. Für mich ist das mehr Fun. Und wer das ernsthaft betreiben möchte: Ich verkaufe gerne meine Domains http://blog-evangelist.de + http://blog-evangelist.com

    Angebote an mich.

    Ansonsten kein schlechter Artikel, mit viel wahrem drin.

  18. Hartmut sagt:

    Große Teile des Sonnabend-Nachmittag sind gerettet – Artikel lesen und auswerten, inkl. Kommentare. Es macht wirklich Spaß, solch einen Artikel zu lesen.

    Was ich aus solch einem Artikel mitnehme ist u.a., dass andere Agenturen auch solch top Kunden haben wie ich. Die z.B. 150,00 bis 300,00 EURO Budget haben und einen nagelneuen neuen Weinshop in die top-ten bringen wollen (müssen).

    Das hier trifft den Kern der Sache “… sich selbst spezialisiert, ein Team aufbaut oder in einem Netzwerk kooperiert”. Punkt eins und drei find ich super interessant.

    Hartmut

  19. Sknecht sagt:

    Ui – das ist mal ein guter Artikel…
    Aber ist schon interessant, das SEO immer noch in den Köpfen rumgeistert , wohl aber auch vielseits als Mysterium.
    Ich erinnere mich an Zeiten, wo wir in Suchmaschinentricks zerrissen wurden, weil wir google zugeheitzt haben, “das sei nicht ethisch”, “das ist spam” und weiss gott was , – aber – hätte man solch Typen die Werkzeuge gegeben, die hättens noch 10x so stark gemacht…
    Was aber viele “SEO’s” vergessen, oder übersehen haben – heute kann mans ja sagen – so habens wir jedenfalls gemacht :
    Such KEINEN Kunden, und versuch, ihm den Traffic für einen Dumpingpreis zu verkaufen – sondern – generier irgendwelchen Traffic – scheissegal was – deine zukünftigen Kunden finden dich dann schon, und hauen dir die Kohle eimerweise hinterher !

    LG W

  20. mediadonis sagt:

    ACK @Nicole :-)

    @Sknecht -> lol, genau – erinnere mich noch gut an diese sinnentleerten Debatten :-)
    Irgendwelche Glücksritter, die die ganze Zeit groß rumgetönt haben, dass sie nieeeeemals spammen wollen würden & die Ethik-Keule ausgepackt haben etc., aber hätte man denen mal unsere Tools in die Hand gedrückt, oder einfach nur erzählt, wie der Hase wirklich läuft, hätten die ihre tollen Vorsätze ganz schnell über Bord geschmissen :-)

    Suchmaschinen-Spam war und ist auch noch heute ja nix illegales oder dergleichen, sondern lediglich das brechen von ein paar seitens Google aufgestellten Guidelines! Genau das Google, das sich heute selber nicht mehr so ganz an ihr damaliges Credo “Don´t be Evil” halten will :-)

  21. Jonas Weber sagt:

    Hey Marcus, vielen Dank für den Artikel, liest sich am heutigen Sonntagmorgen wie eine Predigt, der man nur zustimmen kann :) .

    Meiner Meinung nach erlebt SMO gerade deswegen einen extremen Hype, da dieses Thema von den großen Werbegagenturen Im Gegensatz zu SEO verstanden wird bzw. sie denken es zu verstehen. Das gleiche gilt für die Medien (man lese die neue Zeitschrift der W&V für die digitale Welt, die W&V Media, grausam) und Kunden.

    Man kann wieder Branding und Markenstrategien betreiben und es ist vor allem nicht technisch. Die Werbefachleute können ihr Fachwissen wieder besser einbringen. Somit kommt es gerade zur rechten Zeit, anstatt SEO verkauft man dem Kunden nun eben SMO, die Zukunft des Internets! SEO ist tot! Die Kunden nehmen diese Einladung gerne an, denn auch sie haben SEO nie wirklich verstanden!

    Genau das ist unsere Chance! SEO bleibt mindestens genauso wichtig, verschwindet aber aus dem Fokus vieler. Was wir brauchen ist neben grundsolidem SEO-Handwerk nun eben wie du geschrieben hast “Kreativität”.

    Mich hat in meiner Zeit bei Google immer wieder die Kreativität mancher SEO’s beim Spammen überrascht bzw. amüsiert. Sie scheint bei manchen also doch da zu sein. Jetzt noch an der richtigen Stelle eingesetzt … und es funktioniert.

    Und für alle SEO’s ohne Kreativität (die 1000 Footer-Links Strategen gepaart mit Blogspam, Bernd Sonnensegel fand ich fast schon kreativ ;) , mein Tipp für Euch:
    Holt euch einen überarbeiteten, unterbezahlten Kreativen aus einer typischen Werbeagentur. Er wird eure ideale Ergänzung sein.

  22. Marcell sagt:

    Hallo Marcus,
    schön geschrieben. Ich sehe SMO als logische Ergänzung bzw. Erweiterung zu SEO an. Bin da leider nicht der fitteste (Schuster bleib bei deinen Leisten), so das ich mir hier einfach auch immer mal Experten ranhole. Im Gesamtmix kann man dann schon einiges bewegen :-)

  23. Stefan sagt:

    @Sknecht Hihi, was haben wir früher die Ohren vollgehauen bekommen, das stimmt! An die Diskussionen auf Suchmaschinentricks damals kann ich mich auch noch erinnern…

    Dabei haben wir ja nur Content für Google zur Verfügung gestellt, sonst nichts. Kann man ja nichts dafür wenn der Crawler das holt ;-)

    @mediadonis: Wir hatten damals unter Suchmaschinenwelt Tipps als Premiumcontent angeboten. Das Angebot ist dann von den “Spezialisten” – die selbst gerne “gespammt” hätten – genutzt worden. ;-)

    Cheers,
    Stefan

  24. Norman sagt:

    @nicole: danke, dass mal einer nicht nur eine Facebook-Fanpage als Social Media Marketing ansieht. Von dieser Vorstellung sind ja viele noch weit von entfernt…
    @marcus: Leidenschaft, Fleiß, Talent und Enthusiasmus hast du, klar, wissen hier wohl 97% der Leser und 100% deiner Kunden. Klasse die verschiedenen Artikel zum Thema bewertet, erweitert und zugespitzt.
    @all: Wer smo für Linkbuilding einstzen will, sollte erstmal im Social Media (mit einer Strategie) vertreten sein un die verschiedenen Formen verstanden und für sich bewertet haben. Social Media sorgt für Links, ubiquitäres Auftreten im Netz, Markenaufbau, Pflege, Kundebindung und finally für conversion. Nicht immer kann man SM oder SMO oder SEO Aktivitäten direkt zuordnen (Bsp. last cookie counts) – wer am besten Schreit, verkauft die meisten Früchte (Marketing Grundstudium 2002: 6 Kontakte um im Gedächtnis des Kunden zu sein). Marken aufbauen und wirkliche Assets (Buzzword Bingo +5) anbieten ist auch Online der langfristige Erfolgsfaktor.

  25. Hallo Marcus,
    erstklassige Analyse und Prognose. Endlich mal. Wobei der Satz “Wo früher SEO-Spezialisten und SEO-Agenturen wie Pilze aus dem Boden gesprossen sind, sind es heutzutage die Social-Media-Gurus & -Evangelisten, die auf einmal an jeder virtuellen Straßenecke aufpoppen, und mittlerweile eher das Problem haben neue Superlative für ihre Berufsbezeichnung zu finden, als wirklich nen guten Job zu machen..” das zentrale Problem der SEO und jetzt SMO-Szene beschreibt: Es schwätzen einfach zu viele Leute dummes Zeug!

    Gruß

    Arndt

  26. medaicloud sagt:

    SMO is the future.. But SEO will never die.. it will transform and blend together!

  27. Elvis sagt:

    Bravo,

    sehr guter Artikel. Die Flut an Informationen hat mich erst mal erschlagen…

    SEO ist und bleibt das Haupt-Werkzeug.

    Gruß,
    Elvis

  28. cavalorn sagt:

    Was für ein Riesenquatsch das alles ist. Hauptsache, es gibt ein paar Links dafür :-)

  29. Sebastian sagt:

    Kann das Gesagte nur unterstreichen. Der Markt geht Mainstream und das ist auch schon alles. Schade nur, dass immer noch 90% der Agenturen sehr Wenig Ahnung haben.

  30. Thomas sagt:

    Wow, super Artikel. Und auf den punkt gebracht, wir sehen es so, SMO is nice to have aber die Conversion kommt darüber ( leider – oder zum Glück ) nicht und nicht einmal der traffic.

  31. …traurig finde ich nur, das z.B. eine Institution wie der BVDW von “großen” SEO-Agentur(en) durchsetzt ist, die ihren Kunden auf übelste Art und Weise das Geld aus der Tasche ziehen. Habe gerade wieder ein Angebot von einem Kunden auf den Tisch bekommen, wo für die Platzierung u.a. bei Ask und Freenet Geld verlangt wird xo) Aber grundsätzlich war SEO nie spannender als heute, und der Urspungsartikel ein feiner Linkbait ;o)

  32. sea sagt:

    …naja zumindest als gutes Beispiel für einen funktionierenden LB-Hook kann man den Artikel von seo-united hernehmen! ;-)

    SMO ist halt einfach EINER von vielen Channels über die man Traffic bekommen kann und wenn SM-Kampagnen noch ein paar Zusatzlinks bringen, die ins SEO-Konzept reinspielen, dann ist das toll, aber noch lange nicht DER Ersatz.

    und wie Markus schon sagte: die neuen “SMO-Profis” schiessen wie Pilze aus dem Boden. Und das nicht nur durch irgendwelche semiprofessionellen Amateur-Agenturen…… Auch die großen versuchen auf den Zug aufzuspringen, auf der DMEXCO hat man das ganz deutlich gesehen… Nahezu alle Austeller, die bisher rein SEA und SEO gemacht haben, bieten plötzlich SMO an…

    Das gute an Pilzen ist, dass Sie zumindest in unseren Breitengraden nur saisonal zu finden sind… if you know what I mean! ;-)

    Grüße
    Nicos

  33. jan sagt:

    ich möchte nur mal auf das eingehen was Alex gesagt hat, (“Generell gilt, wer Links tauschen, kaufen oder mieten muss, der scheint keine guten Inhalte zu haben.“) kann es sein das er was verpasst hat, denn er verhält sich ja jetzt wie ein Kleinkind und will seine Domain verkaufen weil er weniger PR hat :) sind etwa die Inhalte zu schlecht gewesen Alex?

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