Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

Mehr Transparenz in der SEO Branche (?)

Dank PubCon, SES Berlin (schee wars!) bleiben grad einige Sachen bei mir liegen… eine herausgerissene Seite aus der InternetWorld Business liegt schon etwas länger bei mir rum – und zwar ein Kommentar von Jonas von der Münchner Online Marketing Agentur Webhelps. Ich halte recht viel von Jonas, nicht nur weil er mir von meinem Kumpel BanYouQuickly Kas als cooler Typ vorgestellt wurde, den er wiederum von seiner damaligen Tätigkeit beim Google´schen Search Quality Team kennt, sondern auch sonst – wirklich ein netter Kerl! Wenn Du ihn also demnächst mal irgendwo siehst – gib ihm ein Bier aus :-)

Auf jeden Fall hat besagter Jonas den Artikel in Ausgabe 21/2009 “Die große SEO-Enttäuschung” mit einem virtuellen Leserbrief kommentiert, und prangert dort Agenturen an, die aufgrund von Wettbewerbsvorteilen, die für ihre Kunden gebuildeten Links, nicht an ihre Kunden kommunizieren…

Genau mit diesen Methoden wird die SEO-Branche ihren “zwielichten” Ruf nicht abschütteln können. Transparenz ist eine sehr wichtige Maßnahme, um den schlechten Erfahrungen mancher Betriebe hier entgegenzuwirken.

Und Jonas geht sogar noch weiter, und empfiehlt Kunden “ihre SEO Agentur vertraglich dazu zu verpflichten, eine Linkliste preiszugeben

Ich stimme Jonas in diesem Punkt absolut zu!

Mich nervt schon sehr lange, dass der Markt der SEO Agenturen immer intransparenter wird. Nicht nur, dass man von den meisten SEO-Agenturen und selbsternannten SEO Experten, die gerne vorgeben schon über 10 Jahre oder was-weiß-ich-wie-lang in diesem Business zu sein, noch nie irgendwas gehört oder gelesen hat (und ja, diese Branche ist EXTREM klein und überschaubar, und es gibt wirklich nur sehr wenige SEOs, die sich fernab von Foren und Blogs eher unterm Radar bewegen – aber selbst diese sind den meisten Branchen-Insidern bekannt). Aber das ist nicht das schlimme, sondern vielmehr die Tatsache, dass es viel zu viele SEO-Agenturen da draußen gibt, die einfach nen absolut beschissenen Job machen! Es scheint so, als wäre das Geschäftsmodell “SEO Agentur” gerade deswegen so in Mode derzeit, da man sich hinter dem Deckmäntelchen der Verschwiegenheit verstecken, und immer wieder auf die Schwierigkeiten der “SEO Geheimwissenschaft” berufen kann. Derzeit sprießen extrem viel neue SEO Agenturen aus dem Boden, die aber scheinbar nur aus einem SEO, 2 billigen Praktikanten und einem 20-köpfigen Callcenter bestehen, die wild Kaltaquise betreiben, und mit Billigmasche auf Kundenfang gehen… Das keine dieser SEO Agenturen noch solides SEO Handwerk bieten kann muss ich wohl nicht erwähnen. Und so behilft man sich dann halt diverser Zeit- & Kostensparender SEO-Techniken, vom nutzlosen Eintrag in Webkataloge und Artikel- und Bookmarkverzeichnisse, nervigem Kommentar-Spam in Blogs, bis hin zu billigen Linkpaketen auf Domains aus fernen Ländern.

Und da wundert sich noch jemand, wieso die SEO Branche einen zwielichten Ruf hat! Es liegt eben gerade nicht an BlackHats wie Fantomaster, die auch öffentlich auf SEO Panels (wie bspl. erst gerade wieder auf der SES Berlin) keinen Hehl um ihre Liebe zur dunklen Seite der Suchmaschinenoptimierung machen. Es liegt auch nicht an der No-Suit & etwas anarchigen Kultur der ja doch sehr jungen SEO-Szene, sondern an schleimigen Anzugträgern, die versuchen den deutschen Mittelstand mit bunten Flyern und abgedroschenen Phrasen in ihren Kundenstamm zu locken.

Unsere Kunden (also von meiner Firma CIA – Creativity in Action) bspl. erhalten jeden Monat eine Aufstellung der von uns für sie gebuildeten Links. Es gibt sogar eine extended Version, die bspl. den Ansprechpartner (und natürlich auch Vertragsmodalitäten, sofern es sich in irgendeiner Weise um einen “gekauften” Link handelt – was ja ein recht weiter Begriff ist) beinhaltet, so dass der Kunde im Falle einer Vertragsauflösung (was bei uns *toitoitoi* noch nie vorgekommen ist) selber seine Links weiter managen kann. So kann der Kunde ganz genau sehen, was wir im vergangenen Monat für ihn getan haben, und verknüpft mit den wöchtlichen Ranking-Reports, wie diese Arbeit die entsprechenden Rankings beeinflusst hat. Gut, bei Social Media Aktionen gruppieren wir manchmal auch nur die Links, weil bei 1.000 bis 3.000 Links für bspl. ne Frontpage bei Digg, es einfach schwer wird alle gebuildeten Links mit ihren jeweiligen Eigenschaften in ein Spreadsheet zu hacken, aber wir zeigen bspl. die 100 wichtigsten Links an, die durch die Aktion generiert wurden.
Wir sind generell sehr transparent in unserer Arbeit mit Kunden, und sprechen eigentlich alles genau ab, und erörtern die entsprechenden Techniken, wenn´s mal etwas tricky´er sein muss :-)

Gut, wieso führt man überhaupt eine Diskussion, ob eine SEO Agentur ihren Kunden, die von ihnen gebuildeten Links offenbart, immerhin könnte ja jeder Kunde selber via Yahoo Siteexplorer oder auch diverser Tools die Links herausfinden… Aber genau das passiert halt leider kaum, und die SEO-technisch nicht versierten Kunden werden bewußt dumm gehalten und sogar durch die Geheimnistuerei abgeschreckt.

Aber kein Wunder, wieso so manche SEO-Agentur nicht die gebuildeten Links offenbaren will – Comment-Spam in US-Blogs, Links auf thematisch total unrelevanten Domains, billig dahingeklatsche Artikel in Artikelverzeichnissen und bspl. massenhaft Links von russischen Seiten etc. etc. werfen halt nicht gerade ein gutes Licht auf die Arbeit der jeweiligen Agentur. Obwohl auch hier immer wieder die “SEO Geheimwissenschaft” zitiert wird, mit dem Zusatz, dass SEO halt so funktionieren würde *BULLSHIT*

In jedem Bereich der klassischen Werbung wäre dies ja ein absolutes Unding – man stelle sich vor, dass der Marketingverantwortliche eines großen Unternehmens nicht wüßte, in welchen Printmagazinen bspl. seine Anzeigen erscheinen. Eine Media-Agentur, mit so einem Ansatz würde wohl kaum Kunden finden…

Was meint ihr – sollten SEO Agenturen ihren Kunden, die von ihnen gebuildeten Links offenbaren? Wie könnte man die SEO-Agenturlandschaft noch transparenter machen? Hierzu gleich vorweg -> ich halte nicht viel vom BVDW SEO Zertifikat, weil es für reine SEO Buden schwer ist einzelne Aufnahmekriterien zu erfüllen (bspl. der Handelsregistereintrag und das Honorarvolumen). Es sind ja in dieser Branche meist eher die Zwei-Mann-SEO-Buden, und nicht die großen Agenturen, die das beste SEO Handwerk an den Tag legen.
Die Grundidee eines unabhängigen (!) SEO Zertifikats finde ich sehr gut, aber mir ist bewußt, dass sich so etwas nur äußerst schwer realisieren lässt.

Der erste Ansatz wäre wohl ein aufgeklärter Kunde, denn nur ein aufgeklärter Kunde kann wirklich determinieren, ob ihm solides SEO Handwerk angeboten wird. Aber leider ist es dahin wohl noch ein weiter Weg, denn auch bekannte Fachzeitschriften bieten ihren Lesern teilweise nur SEO-Mythen verseuchte Essays, oder nicht nachrecherchierte Pressemitteilungen, die nicht wirklich dazu beitragen, den informationshungrigen Leser adäquat aufzuklären.

In diesem Zusammenhang will ich noch kurz meinen Vortrag “Wie arbeitet eine SEO-Agentur, und wie kann ich als Kunde deren Arbeit kontrollieren” erwähnen, den ich diesen Sommer auf dem InternetWorld Kongress in München gehalten habe.

43 Comments on "Mehr Transparenz in der SEO Branche (?)"

  1. Marcell sagt:

    Wo er Recht hat, hat er Recht!

  2. Justin sagt:

    Ich stimme dir vollkommen zu. Ich persönliche finde es selbstverständlich das ein Kunde ein Report mit allen aufgebauten Links und allen weiteren Tätigkeiten erhält. Dadurch kann der Kunde selber kontrollieren wie die SEO Agentur arbeitet und bei Fragen direkt den persönlichen Ansprechpartner kontaktieren. Dadurch entsteht eine “persönliche” Bindung zwischen dem SEO und dem Kunden und eine solche Bindung ist die ideale Basis für Vertrauen und Vertrauen ist die ideale Basis für eine gute Zusammenarbeit.

    Letztendlich kann es nur so funktionieren ;-)

  3. NEtmanski sagt:

    Guter Post!

  4. Kai sagt:

    Eine Linkliste sollte schon Pflicht sein. Sonst wollen die Firmen doch auch für jede 5.-€-Leistung wissen, wofür das verwendet wurde…..
    Letztens hat auch so eine Kaltaqkuise-SEO-Agentur angerufen. Das waren wohl Telefonisten/innen für 7.-€ die Stunde. Die wußten noch weniger über SEO als ich ;-)
    Zu deinem IW-Vortrag: Schade, dass es so viele CENSORED Folien gibt. Ansonsten aber cool.

  5. Mariusz sagt:

    Derzeit sprießen extrem viel neue SEO Agenturen aus dem Boden, die aber scheinbar nur aus einem SEO” ..vielleicht sollte ich mich in SEO Pilz umbenennen :)

    Toller Artikel und die Kritik am BVDW Zertifikat ist sehr passend.

  6. Hallo Marcus,

    ich konnte den Leserbrief von Jonas gut nachvollziehen, auch wenn er hauptsächlich meine Aussagen kritisiert hat ;-) . Ich war mit meinen Zitaten auch nicht glücklich, meine Aussagen zu dem Thema sind stark verkürzt dargestellt worden.

    Was ich zu den Backlink-Reportings gesagt habe, war, dass ich es im Rahmen des BVDW Zertifikates erlebe, dass sich Agenturen schon extrem schwer tun, überhaupt Referenzen zu veröffentlichen, meiner Meinung nach der erste Schritt zu mehr Transparenz. Und dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Agentur zukünftig bereit ist, seine Linkpartner etc dem Kunden zu zeigen, wenn sie nicht mal den ersten Schritt gemacht haben.

    Das es nicht geht, monatlich einige tausend Euro für Linkaufbau zu verlangen und dann dem Kunden nicht zu sagen, wo die Links gesetzt werden, ist klar. Das war aber nie meine Aussage.

    Ich glaube aber weiterhin, dass das BVDW-Zertifikat ein erster Schritt in die Richtung ist, den Bereich transparenter zu machen und dem Kunden Sicherheit zu vermitteln. Das ganze ist sicher noch nicht perfekt und muss auch weiter ausgebaut werden. Das steht bei uns im BVDW auch groß auf der Agenda für das erste Quartal 2010 und ich freue mich auf eine fruchtbare Diskussion mit allen auf der SEOCampixx.

    Viele Grüße
    Philipp

  7. schoebs sagt:

    Sehe es ähnlich und handhabe es bei meinen Kunden wie folgt. Zu Beginn wir ein Konzept erstellt, dass einen Ausblick auf die zu tätigenden Maßnahmen und Leistungen gibt. Es werden regelmäßige Jour fixe vereinbart, man setzt sich zusammen und es werden die Tätigkeiten erläutert sowie mögliche Unklarheiten ausgeräumt. Mit jeder Rechnung erhält der Kunden eine Zusammenfassung der Tätigkeiten und eine Linkliste. So weit wie Du Marcus gehe ich dabei aber nicht, die Ansprechpartner gab ich bisher nicht preis und werde dies wohl auch in Zukunft nicht tun. Anmerken möchte ich noch, dass viele Kunden auf die Aufstellungen und Listen keinen Wert legen, es interessieren letztlich nur die Ergebnisse. Dennoch übersende ich aus Gründen der angesprochenen Transparenz die Nachweise, was häufig dazu führt, die Schritte auf Nachfrage nochmals zu erklären. Ein Großteil der Kunden hat kaum wirkliches Verständnis von SEO, was unterschiedliche Gründe hat wie z.B. mangelhafte Betreuung durch “bekannte” Agenturen in der Vergangenheit oder gefährliches Halbwissen aus den angesprochenen Fachzeitschriften hat. Andererseits ermöglichen diese Umstände es uns, Kunden von unseren Leistungen mit Fachwissen und Kompetenz zu überzeugen.
    Was Zertifikate anbelangt bin ich etwas skeptisch, vielleicht sollten wir mal gemeinsame unsere Kräfte bündeln und uns Gedanken darüber machen?!

  8. Pelle sagt:

    Top Artikel, der Herr! Das beschreibt genau unsere Erfahrungen. Wir haben einen Kunden von einem “Grossen” uebernommen. In den “Linkreports” – so man denn eine unvollstaendige und wenig ausfuehrliche Liste so nennen moechte – waren zu absolut unverschaemten Preisen (im Schnitt 100 Euro pro Link und Monat) fast ausschliesslich Links von mehr oder weniger starken und nicht unbedingt relevanten Seiten aus dem eigenen Netzwerk der Agentur. Da konnte man weder von einem gesunden Linkmix sprechen, noch von Transparenz. Zumal auch diverse Links gesetzt wurden, die in keinem Reporting auftauchten.

    Wenn fast alle Links aus dem agentureigenen Netzwerk gesetzt werden, ist es fuer den Kunden ausserdem verdammt schwierig, die Agentur zu wechseln. So kann man Kundenbindung natuerlich auch verstehen.

  9. Timson sagt:

    Das Problem ist meiner Meinung nach, von Kundenseite her die Transparenz dann auch richtig bewerten zu können.Es gibt meiner Erfahrung nach wenige Kunden, die den nötigen Wissenstand haben, die Qualität von Links richtig einzuschätzen.

    SEO braucht Zeit, und gerade am Anfang, wenn die Platzierungen noch nicht passen, macht es wenig Sinn über die gesetzen Links und vorallem deren Anzahl und Qualität zu diskutieren.

    Mal überspitzt formuliert: “Warum kostet dieser PR 3 Link 200 Euro? – Andere bieten mir dafür 50 Links.” Klar gehört hier auch wieder Wissenstransfer und Aufklärungsarbeit zur geforderten Transparenz. Doch das schlägt sich dann auch wieder im Preis nieder, den nicht alle bereit sind zu zahlen.

    Viele Onlinemarketing-Verantwortlichen hätten am liebsten die Ansage: x links pro Monat zu y Euro, um ihrerseits transparente Reportings an den Abteilungsleiter abliefern zu können.

  10. Zertifikate helfen hier nur bedingt weiter. Ich mag die einfach nicht.

    Friday hat gesagt: wer als SEO nicht vom Empfehlungsgeschäft leben kann, soll sich nen neuen Job suchen. Da hat er Recht!

    Ich denke dass die von dir angesprochene Transparenz sinnvoll ist – aber bei der Weitergabe von Linklisten wäre ich vorsichtig. Frustrierter Angestellter wird gekündigt, forwardet die zu Google oder schlimmer zum Wettbewerber etc., daher entweder pseudonymisiert mit Ãœbergabe der Ansprechpartner nach Ablauf der Vertragslaufzeit, zensierten Daten (Alter, Platzierung, Ziel, Linkart und Alt-Text bzw. Linktext evtl. Screenshot) und / oder mit entsprechendem NDA, der Verschwiegenheit sicher stellt.

    Meine Referenzen gehen pauschal gesagt niemanden was an! Ebenso wenig meine Arbeitsweise. Meine Referenzen sind Empfehlungen und Platzierungen.

    Als große Agentur bzw. SEO mit (wie du schön ausgedrückt hast) 10 Jahren Erfahrung kann man ja fragen ob der Kunde als Referenz im SEO herhalten möchte. Falls dieser SEO aber keine Referenzen vorweist, kann es auch sein dass die Brands so geil bzw. Keys so umkämpft sind, dass der Kunde das einfach nicht möchte… Alles schon mal vorgekommen. Hier helfen Bauchgefühl, Ruf der angestellten / freiberuflichen SEOs oder Empfehlungen weiter um deren Kompetenz einzuschätzen.

    Zum Rest hab ich meine eigene Meinung: Backlinkstrukturen zu kopieren und diese Links zu kaufen (!) ist unkreativ (höchstens Cherry Picking und natürliche Links nachbilden), Comment Spam (geh doch heim…) und unintelligenter Foren Spam auch sinnlos – auch wenns manchmal in der kurzen Frist was bringe kann (=> eher aber im Umfeld “Imbiss Bude Online kaufen” als “Kredit”)

    Was geil ist: PR Kampagnen à la Sixt – begleitend Online und Offline (Marcell, deine Leute sind der Wahnsinn!!!) und SEO Agenturen mit Callcentern die nicht zur Kundenaquise sondern zur Linkaquise genutzt werden :)

  11. yoooooo, Timson hat Recht. Der große Nachteil der Tranparenz:

    “warum kostet der PR4 Link 50 € und der PR 3 Link 65€???”
    “für 30€ bekomm ich ja jede Menge PR 7 Links?”
    “wieso nehmen sie Nofollow schon wieder?”
    “warum haben wir PR N/A Links?”

    Diese Diskussionen nerven einfach. Daher: Augen auf bei der Kundenwahl und viel mit dem Kunden reden!

  12. Pelle sagt:

    Wenn ich einem Kunden Linkaufbau als Leistung berechne, muss ich die erbrachte Leistung transparent nachweisen. Wir geben den Kunden auch gerne die Liste der Ansprechpartner, wenn gewuenscht. Wenn ein Kunde sich entschliesst, nicht mehr mit uns zusammen zu arbeiten, soll sich eben die neue Agentur ueber die Liste freuen. Wir wurden ja auch dafuer bezahlt, sie zu erstellen. Man muss eben so gut arbeiten, dass die Kunden nicht abhauen.

    Und dass ein entlassener Mitarbeiter die Liste an Google schickt, mag natuerlich sein. Dann macht er sich aber strafbar. Das sind Eventualitaeten, die man in Kauf nehmen muss. Er koennte ja auch eine Bombe in meinem Auto verstecken… ich wuerd’s trotzdem nicht vorsichtshalber in der Garage stehen lassen!

  13. Jan sagt:

    Tja, das trifft es mal wieder. Mir gehen diese Agenturen auch auf den Senkel, die ständig anrufen und mit geheimen Wissen winken.

    Habe sogar schon mal eine Firma beauftragt – nachdem ich den Vertrag habe gestalten lassen – aber viel ist bei den drei (!) 2-Wort-Keywords aus einem nicht ganz so stark umkämpften Bereich nicht herumgekommen.
    Lustige Sache zu sehen wieviel Foren- und Kommentarspam von so einem “großem” Anbieter gesetzt wird. Australische Onlinekasinos sage ich nur…

    Eine komplette Linkliste gebe ich teilweise auch heraus, aber ob die wirklich angeschaut wird da bin ich mir auch nicht so sicher.
    Im Normalfall läuft es bei mir aber auch so, dass die Kunden gemietete Werbeplätze selbst bezahlen, sodass sie genau sehen wieviel Buget dafür ausgegeben wird.

    Sollten wir `nicht mal die 2-Mann SEO-Klitschen stärker beim Kunden bewerben? Ein eigenes Zertifikat mit der Verpflichtung nicht mehr als 4 Mitarbeiter zu beschäftigen und nicht über einen Jahresumsatz von 250.000 Euro zu kommen…

  14. Ich gebe Dir recht. Viele Kunden verstehen nicht viel
    von SEO und der Dienstleister nutzt das oft aus.
    Das Links transparent kommuniziert werden finde ich
    entsprechend wichtig. Es gehört zu einem guten Reporting
    dazu.

    Vielleicht kann man das SEO Zertifikat vom BVDW zweiteilen.
    Eins für Agenturen und eins für kleinere Dienstleister.

    Schönen Gruß aus Lehel. Stay tuned …

  15. dogblanco sagt:

    Wow toller Artikel…mal ein richtiger Rundumschlag…Gelungen. Ja Transparenz ist wichtig, wenn man mal so ein Projekt von einer “SEO-Agentur” erbt, weiss man auch warum die nicht sagen wollen was und wo sie gemacht haben. Leider insteressiert vielen Kunden nur der Preis (immer Billig…), dabei wissen sie garnicht auf was für einer Zeitbombe Sie mit Ihren Business eigentlich sitzen.

  16. Felix sagt:

    Ich hoffe das bald einige (Werbe-)Agenturen das Geschäftsmodell “SEO-Quality-Check” erkennen und garnicht selbst SEO anbieten sondern nurnoch zwischen SEO(Agentur)und Kunden sitzen und die Arbeit des SEOs oder der SEOAgentur checken und den Kunden beraten.

    Ich denke nur so kann der Kunde auf der richtigen Seite sein und vertrauen aufbauen.

  17. lustiger Astronaut sagt:

    > Unsere Kunden (also von meiner Firma CIA – Creativity in Action) bspl.
    > erhalten jeden Monat eine Aufstellung der von uns für sie gebuildeten
    > Links. Es gibt sogar eine extended Version, die bspl. den Ansprechpartner
    > und natürlich auch Vertragsmodalitäten, sofern es sich in irgendeiner
    > Weise um einen “gekauften” Link handelt – was ja ein recht weiter Begriff
    > ist)

    Ein gekaufter Link ist ein gekaufter Link ist ein gekaufter Link und ist und bleibt SPAM! Ganz einfach! Oder kennzeichnet ihr diese schön als Werbung???

  18. mediadonis sagt:

    Ha, hatte mich schon gewundert, wieso noch kein Hater hier kommentiert hat :-)

    Unser “lustiger Astronaut” ist scheinbar auch ein recht unbedarfter Astronaut, denn seit wann ist ein gekaufter Link SPAM ??? Nicht ok seitens der Google´ligen Guidelines wär ja noch ein legitimer Einwand gewesen, aber SPAM …?! Man man man… :-)

    Und ich finde das Feld “gekaufter Link” durchaus weit gefasst, da es genug Fälle gibt, in denen keine direkte monetäre Transaktion stattfindet, die letztendliche Leistung des Webseitenbetreibers aber (mitunter unter anderem) eben einen Link beinhaltet.

  19. lustiger Astronaut sagt:

    Scheiß auf Google und sonstigen Schwachsinn den SEO- und Marketingfuzzys erzählen.

    Schonmal mit den Augen eines Nutzers gesurft? Jeder Link, der nur der Gewinnmaximierung einer der beteiligten Parteien dient, ist SPAM und nervt. Wäre da nicht irgendwo etwas geflossen – egal über wieviel Ecken – würde der Link nicht existieren. Also wo ist das Problem diesen entsprechend zu kennzeichnen? Gute Seiten erhalten ihre Links von ganz alleine und haben armseeligen Linkkauf – in welcher Form auch immer – nicht nötig.

    Jetzt haste eine klare Definition von “gekaufter Link” made by the lustige Astronaut.

  20. mediadonis sagt:

    Hervorragender Kommentar lustiger Astronaut!
    Wirklich ein interessanter Blick auf dieses durchaus umstrittene Thema!

    Ich bin zwar etwas anderer Meinung, bzw. ist diese differenzierter, aber Du hast da definitiv einen guten Punkt vorgebracht!

  21. GG sagt:

    Meine Meinung dazu:
    Gesetzte Links müssen vom SEO-Dienstleister definitiv genannt werden, denn z.B. mieser Kommentarspam fällt auf den Kunden zurück. Dieser (Image-)Schaden ist u.U. nie wieder gut zu machen. Das Argument, dass ein frustrierter Mitarbeiter die Liste an den Wettbewerb oder an Google gibt, zählt m.E. nicht, denn erstens ist das Problem des “Knowhow-Diebstahls” kein spezielles Problem von SEO und gilt für andere Firmeninterna genauso. Hierfür gibt es entsprechende Maßnahmen. Zweitens: Wenn die Links “gut gemacht” sind (mit allem, was dazu gehört), dann muss man auch vor einer (vermutlich ohnehin nicht stattfindenden) Prüfung durch Google keine Angst haben.

    Darüberhinaus ist für mich ein gekaufter Link nichts anderes als Werbung, egal wie die Bezahlung dafür aussieht. Und Werbung ist als solche zu kennzeichnen. Auch wenn es hier sicherlich Grenzfälle gibt, muss man m.E. nicht mehr dazu sagen. Und ob Google diese Links gefallen oder nicht, interessiert mich dann nur am Rande.
    Generell gilt m.E. das Prinzip der Offenheit gegenüber dem Kunden mit der Erläuterung eventueller Risiken – so wie es in anderen Bereichen der Wirtschaft auch üblich ist. Dass es Kunden gibt, die das evtl. gar nicht interessiert, kann kein Argument dafür sein, die Informationen dann generell nicht anzubieten.

    Scharze Schafe gibt es überall. Dass es im SEO-Bereich davon – relativ gesehen – besonders viele gibt, liegt sicherlich u.a. daran, dass es für diesen Bereich im Gegensatz zu anderen Berufen/Wirtschaftszweigen keine gesetzlichen Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben gibt.

    Da hilft m.E. nur vermehrte Aufklärung.

  22. Jonas Weber sagt:

    Noch ein interessanter Punkt, den man bedenken könnte/sollte: Linklisten zum Selbstschutz der eigenen Agentur/Beratung.

    Manche Links lassen sich aktiv beeinflussen, manche nicht (z. B. Linkbaiting). Kann man gesondert im Report auflisten. Ãœbernimmt man die Arbeit aber von einer sagen wir mal nicht so richtlinienkonformen Agentur, dann macht ein Status Quo Linkreport Sinn, indem alle Links vorab aufgezeigt werden (auch die nicht so guten :) So können diese nicht als Boomerang zurückfliegen.

  23. Mincemeat sagt:

    > Ich glaube aber weiterhin, dass das BVDW-Zertifikat ein erster Schritt in die Richtung ist, den Bereich transparenter zu machen und dem Kunden Sicherheit zu vermitteln.

    Wer so wie Du SEO- Referenzkunden auf seiner Homepage listet, der macht nach meiner Meinung einen dramatischen Fehler: Er liefert seine Kunden incl. deren Backlinkgeber ans Messer von Google.

    Ohne Listung als Referenzkunde findet Google evtl. auch heraus, daß der Linkaufbau nicht natürlich war. Aber eben nur “evtl.” oder mit Zeitverzug. Das verschiebt oder verhindert die Abstrafung.

    Ein “BVDW”- Zertifikat macht das ganze auch nicht besser.

  24. Marcus sagt:

    Transparenz ist einer der wichtigsten Punkte in sauberer Suchmaschinenoptimierung überhaupt. Letztendlich ist ja nicht jeder “gekaufte” Link gleich böse. Und auch wenn ich mal ne Räucherkerze für den Kunden anzünde sollte er wissen ob es Sandelholz war oder Weihrauch! Der Kunde verdient es das zu erfahren!

  25. Interessante Diskussion dass! Grundsätzlich gilt für mich, dass ein Zertifikat wie das vom BVDW überhaupt nichts aussagt. Schliesslich stellen dort engagierte/ vorstehende Angenturen Ihren Kunden zum Teil immer noch Positionen auf T-Online, Freenet etc. in Rechnung, obwohl diese ja mit Google suchen. Das Ganze verknüpft mit Verträgen, wo sie nach Kündigung sogar die Löschung nicht nur von erstellten Inhalten AUF den Seiten der Kunden, sondern sogar noch die reinen Verzeichnisse per Rechtsanwalt erzwingen. Und noch viel mehr gruselige Details! Dass allein reicht uns schon, um dort nicht Mitglied werden zu wollen, und warum dieses Zertifikat nur Makulatur ist, um seine Hochglanzbroschüren weiter auszuschmücken!

    In Sachen Transparenz hat mich diese Diskussion schon zum Nachdenken angeregt. Dass wirklich problematische daran ist eigentlich nur die endlose Diskussion (mit manchen Kunden), warum man jetzt welchen Link wann wo warum gesetzt hat. In den Diskussionen muss dann so viel Know-How transportiert werden, dass es eben fragwürdig ist, ob dass dann noch im Rahmen der Zusammenarbeit abgedeckt ist. Schliesslich will man ja seinen Job nicht “wegcoachen”.
    That are my thoughts. Gruß. Ralf

    by the way: Wir kaufen keine Links, dennoch verstehe ich die Aufregung nicht, da sich bei gekauften Bannerplätzen ja auch niemand beschwert. Und ob nun ein Banner oder ein Textlink!? Dann doch lieber den Textlink, der ist wenigstens nicht so aufdringlich.

  26. BB sagt:

    Ich versteh einfach nich weshalb man nem Kunden der garnix mit ner Linkliste anfangen kann, diese geben will? Weshalb gibts denn kein ordentliches Reporting mit sauberen KPIs auf Keywordbasis? Wenn der Kunde einen SEO inhouse hat is das ja evtl. noch Sinnvoll, aber nem Marketingleiter? Klaro kan man das mal rausgeben, ohne Probleme, aber ich finde nich das das zum monatlichen Reporting gehören muss. Und jeder der ne Linkliste als Report rausgibt, OHNE die aussagekräftigen KPIs zu nennen ist in meinen Augen dubioser als ein ordentliches Reporting. Und ganz ehrlich, wenn man sich manche Seiten anschaut, dann sieht man das dort auch mit deutschen Kommentaren in US Foren (am besten noch Adult) und der Linkliste an dem Kunden (Ich red nich von n00bs) keine Besserung in Sicht ist, weil die KPIs stimmen. Und solchen Fällen kann man nur durch Vertrauen auf einen guten Ruf des SEO und langjährige Referenzprojekte entgehen.

    Kurzum: Linklisten sind nich der Stein der Weisen, und ein guter SEO muss wesentlich mehr können als nur Links (reporten). Meiner Meinung nach, auch wenn ich etwas Fachfremd bin :)

    Stichpunkt: Keywords, CR, Kosten/Nutzen, uvm.

  27. Sebastian sagt:

    Ich fände das durchaus interessant, wenn alle öffentlich arbeiten. Problem ist nur, dass dann einigen Agenturen, die sich ausschliesslich als Whitehat ausgeben und damit Kunden anwerben, der ganze Laden nach hinten losgeht. :)
    Zudem teilen oft Agenturen grosse Accounts und wem gehört dann der gekaufte oder besser noch natürliche Link :)

  28. benck sagt:

    Meiner Meinung nach haben viele Agenturen die SEO anbieten von SEO wenig Ahnung! Wenn ich mir mal so die Angebote anhöre die mir täglich angeboten werden, ja dann kann’s einem schon grausen. Ich kann nur nochmal wiederholen was Markus schon erwähnt hat, die meisten eingesammelten Links sind Schrottlinks und da wundert es mich nicht wenn sie dem Kunden meist unter fadenscheinlichen Gründen nicht gezeigt werden.
    Schöne Grüße nach München!

  29. so sagt:

    Durch einen Report erreicht man (fast) nichts, da wie schon angenmerkt wurde, man dann dem Kunden in stundenlangen Telefonaten erklären muss, warum dieser oder jener Link gesetzt wurde usw….
    Ich persönlich habe schon vor einigen Monaten versucht mit einigen Kollegen eine Art “Siegel” zu erarbeiten. Leider scheiterte es an Interesse. Ich gebe Dir aber absolut Recht damit, dass es an uns selbst liegt mehr Transparenz zu schaffen und das liegt nicht nur an Linklisten, die der Kunde erhält. Solange es nicht einigermaßen “gültige Richtlinien” für die Branche gibt, solange werden tausende weitere “SEO-Agenturen” sprießen…

  30. SallyO. sagt:

    Linklisten an den Kunden rauszugeben finde ich richtig, auch wenn es eindeutig eine Mehrarbeit bedeutet. Sei es für die Agentur, die sich dann mit dem Kunden auseinandersetzen muss, und Linksetzungen erklären muss. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber musste ich (als Praktikantin) diese Linklisten unserer Agentur überprüfen und habe dabei immer wieder festgestellt, dass zum Beispiel von den 9 angegebenen PR5-Links 7 “abgerutscht” waren. Das ist besonders ärgerlich, da wir natürlich für PR5-Links mehr in Rechnung gestellt bekamen als für eine PR2 oder 1. Das war immer wieder ein Hin und Her, da die Agentur argumentierte, dass sie auch nichts für “Abwertungen” können. Wie es dann weiterging, weiß ich nicht, da meine Praktikumszeit dann zu Ende war.

  31. toolboks sagt:

    Sehr guter Artikel … ABER!
    Man kann bestimmt nicht alle kleinen (SEO) Agenturen, die schon länger als 10 Jahre am Markt sind, was ja an sich schon eine beachtenswerte Leistung darstellt, kennen.

    Da gibt es Agenturen, die sich auf kleine Unternehmen spezialisieren … den Handwerker, das Kosmetikstudio, etc. und es hier tatsächlich schaffen, u.a. mit guter on-Page-Optimierung Top Positionen für diese Firmen zu erzielen, was ist daran schlecht und sind das schlechte SEO’s?

    Nun kann man zwar versuchen, diesen Firmen SEO zu erklären, aber ich unterstelle mal, dass der Dachdecker, der selbst noch arbeitet (muss) sich nur dafür interessiert, dass seine Seiten im Internet gefunden werden. Natürlich sollte man seinen Kunden erklären, wie man arbeitet (http://www.toolboks.de/white-papers/10-tipps-top-position-google-bing-yahoo.html), dass man sich die Spielregeln hält, etc. Aber auf dieser Ebene der Zusammenarbeit kommt es viel auf das Bauchgefühl zwischen den Geschäftspartnern an …

    Wie gesagt, ich wollte nur mal eine Lanze für die vielen kleinen (SEO) Agenuren brechen, die jeden Tag hart arbeiten müssen, für ein kleines Budget.

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