Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

Hobby-SEO 2.0

Sorry guys – a german post again, but it´s about a thing SEOs in the U.S. don´t really do anymore… so I spare you my rant…

Man man man, was man derzeit in der deutschen SEO-Blogosphäre lesen muss ist wirklich zum Haare raufen. Kaum haben die meisten den PagerankUpdate-Schock überwunden, schreibt man sich in seiner Pagerankverlustig-Depression um Kopf und Kragen. Besonders ein gewisser „Wulfy“ ist besonders hartnäckig, und versucht doch tatsächlich jedem einzureden, dass sämtliche Links aus dem „Web 1.0“ jeglichen Wert verloren haben… ?! WTF?? Und gleichzeitig läutet er mit wirren Theorien, und unoptimierten SERPs als Beispiel, die Ära vom „SEO Web 2.0“ ein… Oh mein Gott!!
Eigentlich ist es garnicht wert auf solch sinnbefreiten Schmarrn einzugehen, aber nachdem jetzt sogar Sammy (von dem ich eigentlich schon was halte) auf den Zug aufgesprungen ist, und auf der Yigg Startseite gleich 4 (!) Artikel zu dem Mist ertragen muss… und gleich was für ein MEGA Schmarrn:

Linkbuilding durch Social Bookmark Systeme oder wie man “schnell” 10 Backlinks bekommt“ … AHHHH – das ist ja wie in den U.S. vor 2-3 Jahren! Das war damals schon in den Staaten nervig genug – steht uns nun derselbe Scheiß auch in Deutschland bevor?

1) Links aus dem „web 1.0“ (Dieser Begriff an sich ist schon totaler Blödsinn) zählen immer noch – und wie! Nehmen wir einfach mal Links von Universitäten – in keinster Weise web2.0, aber wohl die stärksten Links die man überhaupt einsammeln kann! Stichworte sind hier „Trust“ und „Domain-Age“! Genauso wie der Trust ist gerade das Domain-Age ist immer noch ein ziemlich großer Faktor wenn es um die Stärke eines Backlinks geht, und web2.0 Properties sind par definitionem nicht besonders alt 🙂

2) Gute SEOs befinden sich schon längst im SMO-Zeitalter -> das predige ich doch sowieso schon fast jede Woche bei Webmasters on the Roof! Aber ws für Geister hab ich da gerufen? Da redet man sich den Mund fusslig, dass Webkataloge, Artikelverzeichnisse und Linktausch SEOmässig der absolute Blödsinn, und in keinster Weise state-of-the-Art SEO sind – und was muss man als nächstes lesen? -> wie man Social Networks zum Linkbuilding nutzen kann – aber nicht via Linkbait und compelling Content, sondern mit nofollow Links in Profilen etc. AHHHHHHH – I think I´m taking crazypills!

Wieso dogmatisieren Hobby-SEOs noch immer, dass das Spiel so einfach ist? Das Spiel ist schon lange nicht mehr so einfach! SMO bedeutet in keinster Weise seine URL in nofollow Profile einzutragen, und sinnbefreiten Content mit ein paar Freunden auf die Startseite der bekannten Social Communitys zu pushen! So funktioniert das nicht! Und zudem schadet es auch noch der ganzen Social Community!

Sucht mal bei Google.com nach „Dating“ -> Da findet sich auf Platz 1 „JustSayHi.com“, die erst kürzlich mein Paradebeispiel für perfektes SMO Mingle2.com übernommen haben. Gerade mal ein knappes Jahr alt, und schon auf Platz 1 bei einer Menge Dating-Keys – und das bei Google.com! Wie haben die Jungs das geschafft? Gaaanz einfach -> Der Mingle2 Blog war ein Paradebeispiel für Linkbait, posts wie (leider nur noch via Wayback-Engine verfügbar):

  • „5 Time-Saving CSS Tips“
  • „How I Built a Web 2.0 Dating Site in 66.5 Hours“
  • „Ten Ways Being a Geek Makes You More Attractive“
  • „For the Guys: Twenty Tips for Having a Better First Date“
  • „Top 10 worst movies to watch on a first date“

Allesamt perfekt auf die Nutzerschaft der großen amerikanischen Social Communities ausgerichtet – und allesamt mehr als erfolgreich! Mit einem Startseiten-Digg jeden Monat, und somit tonnenweise geilen Bloggerlinks am laufenden Band ist es wirklich möglich innerhalb von ein paar Monaten bei mehr als umkämpfen Keys ganz vorne zu stehen! Starke Arbeit!

Auch ich bin ja des öfteren mit diversen Projekten auf der Digg-Startseite – und es funktioniert einfach wie Hölle! Ich verlinke nur sehr ungern meine eigenen Sachen – gerade von hier, aber ein paar haben ja damals meine kleine „Weltreise“ mitbekommen 🙂

Der Gag ist aber, dass es hier vor allem um compelling content geht -> unwiderstehlicher und verlockender Content, der genau auf das Profil der Nutzerschaft der getargeten Social Community abgestimmt ist! Ein paar nofollow Links auf sich selber setzen ist kein SMO – das ist einfach nur Hobby-SEO 2.0!

Da pushen selbsternannte SMO-Spezialisten totalen Schmarrn auf die Startseiten diverser Social Communities und wundern sich, wieso sie vielleicht ein paar Besucher, aber keine Links bekommen… Wieso auch? Wenn es schon nicht gereicht hat die Community zum Voting in der Warteschlange zu überzeugen, und man dementsprechend die Hilfe zahlreicher Freunde („glücklicherweise“ benötigt man mitunter ja nicht sooo viele dafür…) in Anspruch nehmen muss – wieso sollte sich dann irgendjemand für diesen Mist auf der Startseite interessieren? Nur weil man jedem erzählt, dass ein neuer Saft lecker schmeckt, und ich ganz Deutschland mit Plakaten für diesen leckeren Saft vollkleistere, heißt es noch lange nicht, dass der Saft wirklich lecker schmeckt! (I know, I know – komisches Beispiel :-))…
Aber worauf ich hinauswill – klar kann man mit ein paar Freunden die Votes manipulieren – aber das ist noch kein SMO! SMO ist der daraufhin eintretende Effekt – die darauf folgenden Links aus der Blogosphäre! Und mit einem künstlich gepushten Scheiß, wird man halt keine oder kaum qualitativ hochwertige Bloggerlinks einsammeln können!

Die entscheidende Frage ist -> wieso muss man immer versuchen Social Communities und im Endeffekt Google zu manipulieren? Wieso nicht einfach die Spielregeln verstehen, und dann dementsprechend überlegen, wie ich die Community für mein Thema begeistern kann? Wieso:

Neue Autoversicherung bei SEO-Autoversicherung-01

und nicht:

Wieso ist bei Frauen die Autoversicherung teurer“ (garniert mit ein paar lustigen Bildern von abstrusen Autounfällen, die wir ja schon alle in diversen Fun-Mails weitergeleitet bekommen haben)

Welcherr Post wird wohl mehr Erfolg haben? Und wenn man dann nach einem Monat den Post via 301 auf die Startseite umlenkt hat man ein paar wunderschöne „Autoversicherung“-Links eingesammelt 🙂

Also nochmal – wieso Google „manipulieren“? Es heißt nicht Suchmaschinen-Manipulation sondern Suchmaschinen-Optimierung! Und es heißt „Social Media Optimierung“ und nicht „Social Media Manipulation“!

Wieso verschwendet der Hobby-SEO also seine Zeit um Wege zu finden Social Communities und Google zu manipulieren? Wieso nicht lieber richtiges SEO / SMO betreiben? Klar hat Linktausch und High-PR Donations mal funktioniert, aber nun ist es halt vorbei, und die guten Rankings ebenfalls – und genauso wird es auch mit dem ganzen Hobby-SEO 2.0 laufen! Sauberes SEO ist auf Langfristigkeit ausgelegt, da kann es ruhig mal einen Monat länger mit der Top10 Position dauern, aber dafür bleibt man da halt dann auch für immer!
-> SEO ist ein solides Handwerk, und so sollte man es auch verstehen!
Hugh, ich habe gesprochen 🙂