Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

Dokumentation über AMAZONICA im ZDF

Die meisten von euch wissen ja wahrscheinlich, dass ich mich im Rahmen von SEOsForCharity für die AMAZONICA Stiftung, die gemeinsam mit den Indiovölkern Amazoniens innovative Lösungen erarbeitet, um den tropischen Regenwald für die Menschheit zu erhalten, einsetze.

Letzten Sommer bin ich ja sogar persönlich, mit einem Reporter-Team der BILD am Sonntag, in den ecuadorianischen Regenwald geflogen, um mir vor Ort ein eigenes Bild zu machen (Hier meine Fotos), und dort eine Internet-Antenne zu installieren, bei deren Einweihung ich mir beinahe den Fuss abgehackt habe :-)Hier gibt´s das Video zu sehen!

Aber die Lage im Regenwald wird immer schlimmer… Ein ecuadorianischer Präsident, der sich auf einmal nicht mehr an Versprechen erinnert, Öl-Firmen, die nur auf das schwarze Gold scharf sind, das im Wert von mehreren hundert Millionen Euro unter den Dörfer unserer Indio-Freunde schlummert, und Holz-Firmen, die nicht Ruhe geben, bis auch der letzte Baum im Regenwald zu einem Tisch oder Schrank für Wohnungen westlicher Industrienationen verarbeitet wurde…

Im ZDF kam vergangene Woche eine hervorragende halbstündige Dokumentation über unser AMAZONICA Projekt, in der ihr Sharamentza (also das Dorf, in dem ich ebenfalls zu Besuch war) mal im Bewegtbild sehen könnt! Einige Sachen werdet ihr bestimmt von meinen Bildern wiedererkennen können, und auch Mascha und Domingo kommen zu Wort! Außerdem könnt ihr euch mal ein Bild davon machen, wie bald Sharamentza aussehen könnte, wenn die Öl-Firmen den Kampf um den das Gebiet der Achuar gewinnen…

Amazonica im ZDF
Hier online in der ZDF Mediathek anschauen

Nehmt euch die 30 Minuten Zeit – es lohnt sich wirklich! Und wenn euch die Probleme der Achuar zu weit weg erscheinen, dann leitet die Dokumentation doch bitte dennoch an eure Freunde weiter, denn da die Dokumentation am Donnerstag morgen leider um 0.15 Uhr (!) ausgestrahlt wurde, muss man leider davon ausgehen, das zu wenige diese augenöffnende Dokumentation sehen konnten… Ihr müsst nicht umbedingt spenden, um einen Beitrag zu leisten – es würde schon reichen, wenn mehr Leute einfach nicht wegschauen würden! Go AMAZONICA!

18 Comments on "Dokumentation über AMAZONICA im ZDF"

  1. Andi Licious sagt:

    Dank dir für den Tipp, werde ich mir heute Abend direkt Mal ansehen.
    Nach Skateistan werde ich jetzt auch bei Amazonica mitmachen… helfen tut nicht weh!

  2. wir sollten uns da mal unterhalten, vielleicht kann man von der seo-messe auch was dafür spenden

    gruss

    Stephan

  3. Big Jim sagt:

    Ähhhmmmmm…. Dein Engagement in allen Ehren, aber wie kannst Du das damit vereinbaren, dass Du ein spritfressendes Auto fährst und dauernd in der Welt rumjetest?
    Wäre es nicht sinnvoller die Ursachen zu beseitigen als hinterher über den Schaden zu jammern?

    Bitte verstehe das jetzt nicht als Angriff. Aber ich würde mich freuen, wenn Du Dich auch für die andere Seite der Medaille aussprechen würdest. Und wenn es am Anfang nur CO2-Kompensation der Flüge ist. Bringt nicht so viel, aber zumindest würde es ein Bewusstsein in der Szene wecken.

    Der neueste SEO-Geheimtipp: Google bevorzugt Webseiten, die mit Ökostrom betreiben werden. 8-)

  4. mediadonis sagt:

    Ein legitimer Einwand “Big Jim”, aber so eindimensional kann man so ein Thema meiner Meinung nach nicht wirklich betrachten.

    Bzgl. dem spritfressendem Auto -> ja, das stimmt selbstverständlich – ein Porsche verbraucht sicher mehr Sprit als ein Smart oder dergleichen, aber ich fahre wirklich recht selten, so ist mein Kilometerstand nach 3 Jahren gerade mal bei 17.000 km! Ich glaube, Du kannst mir zustimmen, dass dies ein doch recht geringer Kilometerstand ist. Früher bin ich mehr als 3 oder 4 mal soviel mit dem Auto gefahren – hier hat sich mein Fahrverhalten enorm verändert, so nehme ich auch öfters die Bahn für Trips, die ich früher eher mit dem Auto gemacht hätte.

    Bzgl. der Flüge -> ich fliege ja nicht wild in der Weltgeschichte rum, sondern fast ausschließlich geschäftlich, wie bspl. zu Konferenzen im Ausland. Ich bin nun einmal im Ausland, und vor allem in den U.S.A. sehr aktiv, und erachte es als durchaus wichtig, als Online-Marketer dort präsent zu sein, um mich entsprechend weiterzubilden, und neue Trends zu erhaschen. Ich finde es sowieso immer sehr erstaunlich wie selbst große deutsche SEO-Agenturen nicht auf US-amerikanischen Konferenzen präsent sind! Sowas ist absolut unverständlich für mich!

    Was da unten am Amazonas abgeht, ist weit schlimmer als die paar Flüge, die ich im Jahr über den großen Teich mache, ganz davon abgesehen, dass die Flüge in jedem Fall stattfinden, auch wenn ich nicht drinsitzen würde! Klar kommen die Leute dann immer mit Argumenten wie “aber wenn jeder so denken würde” etc., aber fliegen ist nun mal für eine Menge Leute unerlässlich!

    Wenn ich jetzt mein Auto abschaffe, und aufhöre zu fliegen – was ändere ich schon groß damit? Und generiert das wirklich Awareness? Glaubst Du, dass viele Leute ihre Autos verkaufen würden, bzw. ebenfalls nicht mehr fliegen, nur weil ich ihnen das vorlebe? Das glaube ich nicht… so realistisch muss man schon sein – es geht ja auch nicht darum den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen oder dergleichen! Die Menschheit kann man nicht mehr zu besseren Menschen erziehen, der Zug ist mittlerweile wohl abgefahren… aber man kann versuchen ihnen ein wenig Menschlichkeit zu entlocken, und deshalb versuche ich für meine Projekte Awareness zu generieren!

    Wie gesagt, man darf sowas nicht so eindimensional sehen, und individuelle Schuldzuweisungen bei solch globalen Themen sind nicht wirklich zielführend.

  5. Perun sagt:

    Hallo mediadonis,

    wie sieht die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisation (die die Indios unterstützen) und zwischen den versch. Indio-Völkern aus?

    Vielleicht könnte man dann die Firmen leichter in deren Heimatländern auf Schadensersatz verklagen.

    Ich las neulich im Spiegel über einen Indio-Häuptling der in den Handel mit den Umwelt-Zertifikaten einsteigen will bzw. es schon ist und mit Hilfe von Google die Holzfäller beobachtet.

    Wie schaut es mit der Unterstützung der Pharmaunternehmen aus? Die haben doch schließlich Interesse an einem intakten Urwald zwecks Medikamentenforschung?

    Grüße

  6. mediadonis sagt:

    Fragen über Fragen :-)

    Wie die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen und den Indios aussieht kann ich Dir nicht im Detail sagen, ich kenne persönlich ja nur die Arbeit von Amazonica.

    Das mit dem Verklagen auf Schadensersatz ist auch so eine Sache, immerhin hat der Ecuadorianische Präsident den Öl- & Holzfirmen ja den Zugang zum Wald erlaubt. Und in den Verträgen, gerade mit so armen Ländern, werden wohl kaum Zugeständnisse bzgl ökologischer Verträglichkeit ihrer Bohrmassnahmen etc. mit reinverhandelt…

  7. Big Jim sagt:

    @mediadonis: Ich will nicht Deinen persönlichen Lebenstil angreifen. Ich fahre auch Auto. Nur wäre es schon cool, wenn Du am Rande auf solche Öko Themen eingehen würdest. Also wenn Du auf einer Konferenz warst und das Atmosfair-Zertifikat vom Flug mit postest oder auch nur den CO2-Ausstoß. Ich glaube durchaus, dass das einen Einfluss hätte. Viele sehen Dich als Vorbild. Dein sozialer Einsatz ist da doch auch nicht ohne Wirkung.
    Öko muss einfach normal werden. Da könntest Du ohne viel Kosten und Einsatz etwas dafür tun.

  8. mediadonis sagt:

    Hatte das nicht als Angriff gewertet :-)

    Aber ich werde sicher kein 100%-Öko werden, der irgendwelche Zertifikate postet. Das wäre ja auch wirklich heuchlerisch, wenn gerade ich (also mit Porsche und HON Status bei der Lufthansa!) auf einmal anfange den Öko raushängen zu lassen. Das wäre ja total unglaubwürdig.

    Aber dennoch hast Du selbstverständlich recht -> Öko muss einfach normal werden (schöner Satz :-) …)

  9. bassdart sagt:

    Wenn nach mehreren Jahren nur 17000 km zusammengekommen sind waere es wesentlich sinnvoller Carsharing zu machen: Ein nicht unerheblicher Anteil des negativem Impacts entsteht ja eben schon bei der Herstellung des Autos. Bis man das bei einer so geringen Fahrleistung wieder “ausgeglichen” hat gehen einige Jahre ins Land…
    OK, gerade ein Porsche duerfte, mit unterschiedlichen Fahrern, meisst sehr viele Jahre gefahren werden. Nichtsdestotrotz ist es effektiver ein Auto mit moeglichst hohen Kilometerzahlen pro Jahr zu “Verbrauchen” da davon auszugehen ist das zukuenftige Autos eben sparsamer sein werden. Wenn man einen Porsche faehrt duerfte Effektivitaet aber sowieso eher ein untergeordneter Punkt sein ;-)

  10. mediadonis sagt:

    Ok.
    Lassen wir einfach mal so stehen :-)

  11. PartyGuy sagt:

    Ich hab die Doku zufällig gesehen, und ich glaube das deine gespendete Satellieten-Anlage auch im Bild war. Nochmal RESPEKT für deine Unterstützung!

  12. cruiser sagt:

    Beim schlendern durch die “Seo-Welt” habe ich eben deinen Beitrag gefunden und mir die Reportage angeschaut.

    Dadurch bin ich auch auf diesen Beitrag gestoßen:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1090554/Die-vergessene-Oel-Katastrophe-in-Nigeria#/beitrag/video/1090554/Die-vergessene-Oel-Katastrophe-in-Nigeria

    Später das fand ich noch ein Twitter-Zitat von Sitrix:
    Dreckig, Image-Kampagne in eigener Sache der Öffentlich Rechtlichen: http://sistrix.net/3s

    Also, das mit den öffentlich Rechtlichen, ist ja ein oftmals sehr unbeliebtes Thema, doch wenn ich bedenke, dass viele von uns dafür bezahlen, dass auch derartig kritische und zeigenswerte Informationen, nach einem kurzen “Verfallsdatum” gelöscht werden sollen, fragt man sich doch schon ob da noch überhaupt noch irgendwas korrekt abläuft.
    http://www.tagesschau.de/inland/rundfunkaenderungsstaatsvertrag108.html

  13. Stefan sagt:

    Um Unterstützung leisten zu können muss man über die entsprechenden Mittel verfügen. Geschäftsreisen gehören zum “Fundraising” ohne die diese Mittel nicht bereitgestellt werden könnten.
    (Das soll nicht heissen, dass man mit mangelden Sicherheitsvorkehrungen nach Öl bohren soll, um Umweltschutz finanzieren zu können)

    Zum Thema “spritfressendes Auto” lohnt wie in der Diskussion ersichtlich ein zweiter Blick, da 17.000 km in 3 Jahren nicht wirklich viel sind. (Fahre übrigends ähnlich viel: 68Tkm in 7 Jahren). Hier habe ich schon einige Spezialisten über Autos und Spritverbrauch schimpfen hören, die dann mit dem 25 Jahre alten “Öko VW-Bus” über 20l auf 100km durchhauen und auf jedes Konzert mit dem Auto anstatt mit der Bahn fahren ;-)

    Wenn es für Hefeweizen auch einen Quadratmeter Regenwald gäbe, hätte ich wohl schon ein stattliches Grundstück zusammen, jedoch braucht man für die Kisten wieder das Öl um sie herzustellen – das ist m.E. so ähnlich mit den Zertifikaten.

    Hier bevorzuge ich doch eher gezieltes persönliches Engagement, wie es Mediadonis hier zeigt.

  14. Sehr interessante Dokumentation. Es ist wirklich schrecklich, was in vielen Teilen der Welt passiert. Das Schlimme ist eigentlich, dass sich an dieser Situation nur sehr schwer etwas ändern lässt. Die einzige Lösung, die ich hier sehe, ist ein globales Umdenken in Sachen Energieversorgung. Wir haben Alternativen, die jedoch noch nicht richtig genutzt werden. Nachfolgende Generationen werden uns noch verfluchen, weil wir mit dem Erdöl so umgegangen sind.

    Wie schmeckt denn das Maniok-Bier? ;-)

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