Marcus Tandler | Mediadonis | Just another Online-Marketing Superhero
 

Die Macht der Marke

Ganz Deutschland zittert vor Vince! Das Vince (oder auch Brand) Update von Google ist ja in den USA bereits ein alter Hut, aber nun merkt man auch in Good ol´ Germany teils extreme Schwankungen bei großen Keys, und fast schon unglaubliche from zero to hero Sprünge bekannter Marken – sprich: Die Webseiten von bekannter Brands ranken auf einmal aus dem Nichts heraus für große Keywords, und das teilweise sogar mit relativ untypisch miesem onSite SEO, wie bspl. das das entsprechende Keyword nicht mal im Title vorkommt oder dergleichen.

In Deutschland hört Vince zwar dank SEO Legende Pip eher auf den Namen PixMaxUpDate – zu eben diesem er auch einen excellenten Artikel verfasst hat.

Julian hat heute dazu ein paar Theorien vom Stapel gelassen, verfehlt meiner Meinung nach aber etwas den Punkt. Zwar ist die “Markenerwähnung”, wie er das Phänomen nennt, dass eine bekannte Marke in einem Artikel zu einem bestimmten Thema zwar genannt, aber nicht verlinkt wird, durchaus ein relevanter Faktor, mit Hilfe dessen Google die thematische Nähe eines Brands zu einer bestimmten Nische feststellen kann – diese Proximity kommt ja bspl. auch zum Einsatz, wenn der Anchor-Text eines Links bspl. “mehr dazu” oder “hier klicken” lautet – aber dennoch glaube ich, dass ein ganz anderer Faktor ausschlaggebend ist, einen bestimmten Brand so stark mit einem bestimmten Keyword zu assoziieren, dass dieser einen solchen Sprung in die Top10 bei der Suche nach eben diesem Keyword vollzieht -> Brand-Related Searches

Ein gewisser Tom in den Kommentaren bei Julian, bringt es auf den Punkt -> Viele Leute suchen z.B. nach “Spiegelreflexkamera Canon” – bei einer bestimmten Häufigkeit einer derartigen Brand-Related Search weiß Google, dass der Brand Canon Spiegelreflexkameras herstellt, und scheinbar so gute, dass die Leute sogar gezielt nach eben diesen suchen, anstatt bspl. lediglich nach einer “Spiegelreflexkamera” zu suchen.

Diese Theorie wurde nach dem Vince Update auch in den USA öfters geäußert, vor allem auch in Kombination mit Query Refinements, also einer oder mehreren weiteren detailierterer Suchen, auf eine relativ unspezifische Suchanfrage hin. Dies kann auf diverse Arten passieren:

1) Erste Suche: “Kreditkarten” – Zweite Suche: “Mastercard

2) Erste Suche: “Handys” – Zweite Suche: “Nokia Handys

Im ersten Fall, also zuerst das entsprechende Keyword, und dann ein Brand, bzw. im zweiten Fall das Keyword, mit einer darauffolgenden Suche des Keywords in Kombination mit einem entsprechenden Brand. In beiden Fällen kann Google so sehr leicht den Brand einem bestimmten Keyword zuordnen. Je häufiger ein derartiges Suchverhalten an den Tag gelegt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass der entsprechende Brand ein legitimes Ergebnis für eine Suche nach dem jeweiligen Keyword darstellt. Google hat ja ein elementares Interesse daran, den User noch schneller an sein entsprechendes Ziel zu bringen – und wenn man das Userverhalten besser versteht, kann man auch Werbung besser targeten – und mit gut getargeter Werbung verdient Google ja 99% seines Konzernumsatzes :-)

In diesem Zusammenhang gibt es übrigens auch ein interessantes Patent von Microsoft -> Toward Optimized Query Suggestion: User Interfaces and Algorithms

Aber untersuchen wir das Ganze doch mal etwas genauer… Die Lichtgestalt der deutschen SEO-Szene Sistrix listet in seinem Blogpost “Die Marken kommen” ein paar Marken auf, die bei einigen durchaus hart umkämpften Keywords beim PixMasUpdate nach vorne gespühlt worden sind.

Alice-DSL.de ist bspl. beim Keyword “DSL” satte 10 Positionen nach oben auf Position No.1 gesprungen, ein paar Plätze vor 1und1.de, die sich ebenfalls enorm verbessern konnten.

Wenn man nun mal mit einem Keyword-Tool (ich nutze da persönlich am liebsten Stefan´s Keyword Datenbank) nach “Alice” sucht ->

Alice DSL

findet sich direkt nach der Suche nach dem Brand “Alice“, die Brand-Related Search “Alice DSL” – und dies nicht mal sooo knapp dahinter.

Ein klarer Indikator also für Google, dass Leute die nach “DSL” suchen, die Seite vom DSL-Provider Alice wohl als relevantes Suchergebnis erachten würden. Wenn sich dieses Suchergebnis dann auch via User Intent bewährt bzw. respektive bestätigt (hierzu lege ich uch nochmal meinen Artikel von vor ein paar Wochen ans Herz), dann ist Google seinem Ziel einer noch besseren Search Experience wieder ein Stückchen näher gekommen.

Übrigens – es ist ziemlich unerheblich, dass die Keyword Datenbank keine realen Suchvolumina von Google ausweist, da es ja lediglich auf das ungefähre Verhältnis ankommt. Die Google´schen Tools, namentlich bspl. das Google Keyword Tool, liefern weit schlechtere Daten (da wie so oft bei Google nach kommerziellen Faktoren geschönt).

Nehmen wir als zweites Beispiel mal den Billigflieger Germanwings, die seit dem deutschen Vince von Null auf 5 beim Keyword “Fluggesellschaft” hochgeschossen sind. Auch hier findet sich das gleiche Bild, so ist laut Keyword Datenbank direkt nach den diversen Navigational Queries Germanwings in Kombination mit “Fluggesellschaft” eine durchaus häufig gesuchte Brand-Related Suchwortkombination.

Germanwings

Aber auch für Keys wie “Billigflüge” und “Billigflieger” gings nach oben für Germanwings – was bspl. Google im Keyword Tool bei der Suche nach dem Brand Germanwings gleich als nächstes (und damit wohl am relevantesten) ausspuckt.

Diese Art von Beweisführung lässt sich beliebig für alle Vince-Gewinner fortführen… nehmen wir als letztes Beispiel noch den oben schon angeführten Brand Canon, die von Null auf 5 bei der Suche nach “Drucker” in den SERPs vorgeschnellt sind. Auch hier findet sich das gleiche Bild, wenn man nach “Canon” in der Keyword Datenbank recherchiert:

Canon

Aber auch wenn die Beweise recht eindeutig scheinen, darf man selbstverständlich – wie immer beim Google Algo – nie nur diesen einen Grund, für die aufgetretenen Rankingveränderungen verantwortlich machen. Monokausales Denken ist hier fehl am Platz, sicherlich spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle, wie eben jene von Julian vorgeschlagene Markenerwähnung.

Die spannende Frage, die sich nun stellt, ist -> was bedeuted dies für SEOs? Haben Affiliates nun keine Chance mehr gegen die großen Marken? Hat Google CEO Eric Schmidt, der vor knapp einem Jahr das Internet “als Cesspool” bezeichnet, und die Aufwertung von Marken in den Google´schen Suchergebnissen eingeläutet hat, nun die Affiliate-Branche dem Untergang geweiht?

Letztendlich müsste man ja lediglich Suchanfragen faken, also bspl. Pseudo Marken-Keyord-Kombinationssuchanfragen als iFrame auf trafficstarken Seiten triggern… ?! Aber sowas würde wohl nur funktionieren, wenn man ein entsprechendes “organisches” Verhältnis beibehält (genauso wie man ja bspl. auch den Anchortext stets varrieren sollte) bzw. man auch Clicks im iFrame Suchergebnis triggert, und spätestens hier wirds wieder darker als Blackhat (bzw. ist man hier wohl sogar schon im rechtlichen Graubereich), und damit kein legitimes Tool im SEO-Werkzeugkasten.

Aber vielleicht reicht es schon das Google´sche Search Suggest zu seinen Gunsten zu beeinflussen (was man ja ebenfalls mit der oben beschriebenen Technik bewerkstelligen kann), auch wenn sich hier die Frage stellt, ob Google solche durch Search Suggest getriggerten Brand-Related Searches sowieso anders behandelt, da es so ja letztendlich zu einer self fullfilling prophecy kommt, wenn man den zu evaluierenden User intent bereits in einem bestimmten Maß vorwegnimmt.

Ich glaube der beste Tipp ist, dass Markenartikler (wenn möglich) ihren Brand direkt mit dem entsprechenden Main- & Money-Keyword verknüpfen. Beim Beispiel Alice wird ja klar, dass wohl gerade deren Branding “Alice DSL” einen signifikanten Einfluss auf die getriggerten Suchanfragen, und damit auf deren neuerliches No.1 Ranking für “DSL” hatte.

Gerade bei generischen Keywords könnte es auch Sinn machen, die ganze URL entsprechend zu “branden” – also die URL an sich zu einer Marke werden zu lassen.

Die Sache ist und bleibt auf jeden Fall mal wieder super spannend! Und genau deshalb spielen wir dieses Spiel doch alle, oder? :-)

25 Comments on "Die Macht der Marke"

  1. Justin sagt:

    Sehr schöner Artikel. Ich denke dieser Faktor, den vorgestellt hast, ist ein Faktor für die Ergebnisse nach dem Brand-Update. Doch wie du kurz erwähnt hast würde Google sich nicht auf einen Faktor verlassen.

    Den Beitrag von Julian fand ich sehr gut, die dritte Theorie in dem Artikel sehe ich als sehr “möglich” an.

    Im großen und ganzen ein spannendes Update, ich bin sehr gespannt in wie weit welche Faktoren bei diesem Brand-Update noch eine Rolle spielen.

    Ich wünsche noch einen schönen Abend :)

  2. BöserSeo sagt:

    Du triffst es ziemlich exakt auf den Punkt. Denn das ist das logischste was sich mit einem Algorithmus berechnen lassen würde.

    Ich hab mir das Vince/Pipxmasupdate Update ebenfalls sehr genau angesehen und kann somit deine Beobachtungen und Schlussfolgerungen bestätigen.

    Ergo Klasse Post ;)

  3. Stefan sagt:

    Ja, ich bin ebenfalls der festen Ãœberzeugung, dass es v.a. um Kookkurrenzen in Suchanfragen geht, vielleicht noch garniert mit den ebenfalls erwähnten Query Refinements. Mehr dazu im Artikel, den ich vor ein paar Tagen dazu geschrieben habe: http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/google/1005.php

  4. Gretus sagt:

    Hallo,

    wie Randolf in einem Kommentar bei Sistrix schon richtig bemerkt hat, `willkommen im neuen Internet wo auch offline noch zählt´…

    Nach `Alice DSL´ suchen wohl nur diejenigen, die DSL in Verbindung mit Alice an anderer Stelle schon einmal gehört haben, Brand + Keyword Suchanfragen entstehen zumeist offline, also im TV usw.

    2010 wird das Jahr in dem man seinen Brand kombiniert mit Keywords an den Mann bringen muss. Im Bezug auf SEO lautet die Devise, einen Brand immer mehr zu stärken als die Keys. Macht man es umgekehrt, läuft man Gefahr seinen Brand für nur ein Key zu verbrennen. Im konkreten Fall müssen die Suchenden also DSL mit Alice assoziieren, nicht Alice mit DSL…

    Grüße

    Gretus

    P.S.: Finde den Post jetzt nicht so dolle. Lol, kleiner Scherz, super Beitrag!

  5. seo2feel sagt:

    Dieser Post trifft es auf den Punkt und ich bin in da auch Toms Meinung.

    Vielleicht bekommen wir so etwas mit der personalisierten Suche noch öfters zu sehen. Weiter denke ich das es nicht so viel mit dem “Offline-Faktor” zu tun hat.

  6. Frank sagt:

    Aber wer – in Himmels Namen – sucht nach “Kredit DKB”? Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass diese Such-Kombi oft verwendet wird.

    Und sicher nicht so oft, dass das Platz 1 rechtfertigen würde!

    Deine Vermutung mag die guten Platzierungen von einigen Brands erklären aber bei anderen “von Null auf Eins Phänomenen” passt das einfach nicht – da muss noch etwas anderes dahinter stecken!

  7. pusche sagt:

    die dkb hat ja genau das gemacht – als “deutsche kreditbank” hat sie brand und keyword verbunden. und da “dkb” und “deutsche kreditbank” 100pro synonyme bei google sind, sucht jeder, der nach “dkb” sucht, automatisch auch nach “kredit”.

  8. mediadonis sagt:

    @Pusche – Hervorragende Antwort auf @Frank´s Frage! Ich denke auch, dass es an deren auzsgeschriebenem Namen “Deutsche Kreditbank” liegt, die laut Keyword-Datenbank ebenfalls recht gut frequentiert gesucht wird.

    Bei der Suche in der Keyword-Datenbank nach “DKB” offenbart sich übrigens auch deren weitere from zero to hero Top10 Position für den Begriff “Bank” – so wird dort nämlich direkt nach den navigational queries die Suchwortkombination “DKB Bank” am häufigsten gesucht!

    Aber generell nochmal zu @Frank -> wie im Artikel schon erwähnt, sollte man deartige Faktoren nie monokausal für ein entsprechendes Verhalten in den SERPs verantwortlich machen. Wie so oft im Google Algo ist es meistens die Kombination von verschiedenen Faktoren! Dennoch scheint mein Theorie einen durchaus erheblichen Einfluss innerhalb dieses neuen Algos zu haben.

  9. Sascha sagt:

    Wegen solcher Posts hab ich dich im Feedreader. Und genau dieses “Domain als Brand” Ding versuche ich schon länger dem ein oder anderen zu vermitteln – aber bis das die, z.T. halt doch noch offline affinen, Kunden einsehen ist das ein langer Weg. Anyway, wie du ja sagst, spannende Sache. Freu mich aufs Spielen in 2010 :-)

  10. Marcel sagt:

    Hallo zusammen,
    ich denke auch, dass man den Offline-Faktor verstärkt berücksichtigen muss. Denn wenn ein großer Brand es bspw. durch teure Imagewerbung schafft seinen Markennamen im Kopf der Konsumenten irgendwie mit einem relevanten Keyword zu verknüpfen, wird dies auch genauso in dieser Kombination gesucht. Das heisst es wirkt sich das auf Suchverhalten aus und wie gerade geschehen auch auf die Suchergebnisse. Meiner Meinung nach auch gar nicht ganz zu unrecht, da Google somit auf die Suchenden eingeht.

    Gruß,
    Marcel

  11. Sepita sagt:

    Hi Marcus, cooler Post!!

    Die Brand Related Search (evtl. sogar nur im eingeloggten Bereich von trusted Usern) könnte natürlich auch ein Rankingfaktor für die hochgespülten Brands sein…nur ist die Brand related Search super anfällig für SPAM. Das als Rankingfaktor zu nehmen könnte gewisse Gefahren mit sich bringen :)

    Nichtsdestotrotz ist es sehr wahrscheinlich, dass es auch in das Ranking mit eingeflossen wird…genau wahrscheinlich wie die Markenassoziationen.

    Bleibt auf jeden Fall spannend :)

  12. Arnie sagt:

    Hey Marcus,

    geiler Post! :) As ever unterhaltsam geschrieben und gehaltvoll. Muchas grazias auch für die ganzen Verweise! Sehr schön.

    Durch Brand Related Search und User-Intent erleiden ja jetzt die populären SEO-Geschäftsfelder empfindliche Umsatzeinbussen. Platz 1+2 bei DSL zu verlieren oder Onlinekredit dürfte weh tun. Besonders bei den Invests, die schon reingelaufen sind.

    Aber mich erinnert die Sache auch an den Berg den Mohammed. Wer schon mal für große Konzerne SEO gemacht hat, weiß, dass man eher den Kilimandscharo umschaufeln kann. Konzerne sind oft erstaunlich wenig in der Lage SEO zu machen. In diesem Falle versetzt Google gegenüber den Konzernen noch zufällig Berge durch Vince. Und verliert einiges an SEM-Einnahmen, Pampers war glaub ich ein gut gebuchtes Key.

    Aber sinnvoll finde ich das auch, den Algo so zu stricken. In Nischen kann man das auch trotzdem gut nutzen. 2010 wird super!

    Cheers & Happy Christmas for u all!

    Arne

  13. Frank sagt:

    Hi Marcus,

    ich glaube grundsätzlich auch, dass Du mit Deiner Theorie ziemlich richtig liegst – der BH-Ansatz ist witzig, wenn auch für mich nicht einsetzbar ;-)

    Wenn man mal nicht “von der Marke ausgehend” denkt, sehe ich nicht, wo Vince etwas für User verbessert, da z.B. bei “Kredit” der erste relevante Treffer mit Bezug zur DKB (Google External: Deutsche Kredit Bank – bei “weitgehend” monatl. Suchvolumen 4400), und damit auch das Ergebnis zur ersten Marke, erst auftaucht, nachdem ca. 40 Suchkombis mit weitaus mehr Traffic davor gelistet werden.

    Wenn man sich auf das Markenspiel einlässt und die Begriffe: DKB (bzw. Deutsche Kredit Bank), Sparkasse & Postbank (jeweils einzeln & auch mit Kredit als Kombi) vergleicht, müsste eigentlich vor der Sparkasse noch die Postbank in den Kredit-Top-10 stehen? Da könnte evtl. durch Query Refinement ne Verschiebung entstanden sein …

    Ich finde es einfach insgesamt unpassend, dass Google dem User selektiv Marken in den Top-10 aufdrängt, obwohl es zig deutlich relevantere Suchkombis gibt, die dem Suchverhalten zum Einzelkey “Kredit” wesentlich mehr entsprechen würden.

    Das Vince/PixMax Update hat aus meiner Sicht nur eine künstliche Wettbewerbsverzerrung ohne Mehrwert für den Nutzer zur Folge. Mal schauen, ob/wann sich die erste Bank versucht in die Marken-Top-10 einzuklagen ;-)

    Happy Feiertag Feiering

    Frank

  14. Beliebiger Spammy Anchortext sagt:

    Ich halte die Neuerung für eine echte Verbesserung. Wenn ich “Versicherung” eingebe möchte ich ich ja keine “Versicherungsvermittler” finden. Wenn ich Kredit eingebe suche ich eine Bank, die diesen gibt. Danke Google!

  15. Uwe sagt:

    Ich denke da ganz einfach! Google will einfach den ganzen SEO und Affiliate Personen das Leben ein wenig erschweren. Ist doch eigentlich klar, wenn z. B. der normale User nach Krankenversicherung sucht, dass er dann eher die großen Versicherungen sehen will als zig von SEO gemachte Vergleichsseiten.
    Somit sind bei den Brands auch genau die da vorne die da auch da hingehören. Wir denken alle zu viel in SEO und Linkbuilding und genau dagegen ist Google vorgegangen und hat eben die Brands und nicht die Linkkäufer nach oben gespült.

    Frohe Weihnachten noch!

  16. YannickS sagt:

    @Frank

    “Ich finde es einfach insgesamt unpassend, dass Google dem User selektiv Marken in den Top-10 aufdrängt, obwohl es zig deutlich relevantere Suchkombis gibt, die dem Suchverhalten zum Einzelkey “Kredit” wesentlich mehr entsprechen würden.

    Bravo! Beste Aussage in den ganzen Kommentaren hier. Ich finde es nicht nur unpassend sondern eine Frechheit und grob Fahrlässig. Das ganze geht nämlich wieder genau nach dem Prinzip den reichen noch mehr und die kleinen klein halten. Ist ja klar das die Leute, wenn ein Unternehmen Millionen ins Marketing stecken kann, dies auch im Kopf haben und danach suchen.

    Das Google dies dann auch noch belohnt und die unabhängigen, wenn auch SEO Seiten die damit Geld verdienen, benachteiligt grenzt fast schon an unlauteren Wettbewerb.

    Die Aussage von “Beliebiger Spammy Anchortext” (btw super Name) kann ich Null nachvollziehen. Natürlich suche ich nach einer Bank oder einem Kredit, aber ich will doch um Gottes Willen nicht die Bank auf #1 sehen die es offline geschafft hat Ihren Namen cool mit einem Key zu branden. Ich würde aus Verbrauchersicht eine Seite die mir verschiedene Banken auflistet und ich danach SELBST entscheiden kann bevorzugen. Auch wenn es diese Seite primär nicht darum geht zu informieren sondern Affilli-Kohle abzuscheffeln.

    Muss man den wirklich in ALLEM bevormundet werden?

    Dieses Update ist ein wirklicher Fehltritt. Google modelt mal bissl Algo um und schichtet mal ebenso Millionen von Euros der Wirtschaft um.

    Die DKB, Sparkasse & Co. machen nun mehr Kohle ohne dafür arbeiten zu müssen und die Affiliates die sich lange Zeit den Arsch aufgerissen haben um da zu stehen wo Sie stehen schmieren ab. Werden zum Teil sicher auch Leute entlassen müssen (so doof sich das jetzt auch anhört) und die denen jetzt ein Geschenk von Google gemacht bekommen haben können in Zukunft Ihren Managern halt höhere Bonis zahlen und feiern ab wie gut Sie sind obwohl Sie nichtmal checken werden was überhaupt los ist.

    Wie gesagt, die kleinen klein halten und die großen größer machen. Wie immer!

    Bravo Google!!

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