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AdSense Optimierung

Niels Dörje Small-TeaserHey Jungs & Mädels! Ich bin´s, der Niels, Marcus´ neuer con-genialer Partner und Mitgründer von Tandler.Doerje.Partner. Nach 4 Jahren bei Google, und endlich auf der anderen Seite des Tisches, will ich auch mal ein wenig hier bloggen, und euch meine Sichtweise auf spannende Themen verraten.

Bei der AdSense-Optimierung geht es ganz einfach darum, die AdSense-Einnahmen pro Unique User zu steigern. Klingt trivial, ist es aber bei weitem nicht!

Struktur der KPIs für AdSense – (KPI = Key Performance Indicator)

Zunächst sollte geklärt werden, welche Kennzahlen AdSense-Optimierer überhaupt verwenden: Die zwei wohl wichtigsten Kennzahlen sind RPM („Revenues per mille„, also die Einnahmen pro tausend Seitenimpressionen; dies wird in AdSense-Kreisen häufig auch eCPM genannt; eCPM steht dabei für „effectiveCost per mille„) sowie Eurocent-Payout pro Unique User pro Monat.

Vor allem letztere Kennzahl ist sehr hilfreich und erlaubt es, ähnliche Website-Typen miteinander zu vergleichen. Der RPM kann teilweise durch künstliches Erzeugen von Seitenimpressionen (etwa in Bildergalerien) verwässert werden. Seitenimpressionen können also von Site zu Site je nach Anwendung von Technologien, wie bspl. AJAX sehr stark variieren, und dabei den RPM entsprechend beinflussen, ohne dass dies in einem engen Zusammenhang mit der Qualität der AdSense-Implementierung steht. Die Kennzahl Eurocent-Payout pro Unique User pro Monat schafft hier jedoch Abhilfe. Um eine einheitliche Berechnungsmethodik für die Unique User sicherzustellen, werden die Unique User häufig aus einer Quelle genommen, wie zum Beispiel aus dem Doubleclick Ad Planner.

Definition des Revenue Upside Potentials für AdSense

Aus Verhältnis der oben genannten Zahlen lässt sich recht einfach das Upside-Potenzial berechnen. Wenn eine mit AdSense gut implementierte Nachrichtensite beispielsweise 5 Eurocent Payout pro Unique User pro Monat erreichen kann, und eine spezifische Nachrichtensite lediglich 2.5 Eurocent erreicht, dann kann man daraus schließen, dass die Einnahmen ungefähr verdoppelt werden können (Die Zahlen dienen selbstverständlich nur als Illustration und sind rein fiktiv!).

AdSense-Optimierer, von denen es mittlerweile ja einige am Markt gibt, sollten also einschätzen können, wie hoch der Eurocent Payout pro Unique User pro Monat einer gewissen Website überhaupt sein kann! Sollte diese Fähigkeit bei einem AdSense-Berater nicht gegeben sein, würde ich sehr vorsichtig sein, mit diesem zusammenzuarbeiten.

Erfolgsfaktoren für AdSense

Wichtig ist dann natürlich nicht nur, dass man das Upside-Potenzial richtig einschätzen kann, sondern auch, dass man
die Hebel (Parameter) richtig identifziert, und mit diesen das Potenzial entsprechend ausschöpft!

Die Hebel lassen sich ganz in zwei Bereiche gliedern:

  • Parameter, welche die Anzahl der Klicks steigern
  • Parameter, welche den Umsatz pro Click (oder den Cost-per-Click, kurz: CPC) steigern

Häufig beeinflussen Hebel sowohl Anzahl der Klicks als auch den CPC, in der Regel wird jedoch einer diesen beiden Bereiche stärker beeinflusst als der andere.

Hier die Parameter, die die Anzahl der Klicks beeinflussen:

  • Anzeigenplatzierung
  • Anzeigendesign
  • Websitedesign
  • Anzahl der Anzeigen
  • Anzeigenrelevanz

AdSenseOptimization Grid

Aus diesen Zusammenhängen ergibt sich für jeden Website-Typ ein AdSenseOptimization Grid, welches Website Betreibern eine eindeutige Checkliste liefert, welcher Parameter angewendet werden sollte um welchen Effekt zu erzielen.

Für jeden einzelnen dieser fünf Parameter, gibt es dann teils sehr umfangreiches Know-How, welches den Rahmen dieses Blogeintrages mehr als nur sprengen würde. Somit nur ganz kurz zur Platzierung und zum Design als Einblick:

Bei der Anzeigenplatzierung beispielsweise sehen wir, dass das „F-Pattern“ im Großen und Ganzen auch für die AdSense-Implementierung gilt. Auch die AdSense-Heatmap stellt die effektiven Platzierung sehr gut dar. Bei der Optimierung des Anzeigendesigns gibt es zahrleiche Ansatzpunkte, vor allem für AdSense-Partner, welche flexibles JavaScript (hierbei handelt es sich um eine Spezialfunktion, welche für gewisse Konten unter gewissen Voraussetzungen von Google freigeschaltet werden kann, mit der man das Anzeigendesign etwas freier gestalten kann) verwenden dürfen:

  • Farben (Titel, Text, URL, Hintergrund, Rahmen)
  • Schriftart
  • Schrifgröße
  • Abstand zwischen den Anzeigen
  • Anzeigentext unterstreichen oder nicht
  • Anzeigen fettgedruckt darstellen oder nicht

Um hier das Optimum finden zu können, muss man im Endeffekt multivariate Verfahren anwenden. Steigerungen der Monetarisierung durch solche Tests im niedrigen bis mittleren zweistelligen Prozentbereich sind durchaus möglich!

Umsatz pro Click steigern bei AdSense

Um den CPC zu steigern gibt es natürlich einige Hebel, von denen ich aber hier nur zwei ganz kurz exemplarisch aufgreifen kann: AdSense-Partner sollten beispielsweise möglichst darauf achten, sowohl Text- als auch Image-Anzeigen zuzulassen. Sehr entscheidend (und von vielen AdSense-Partnern unterschätzt) ist die Bedeutung einer möglichst effektiven Channel-Struktur. AdSense-Channels können von Inserenten spezifisch gebucht werden. Grundsätzlich gilt somit: je effektiver man Channels erstellt, desto eher wird man von möglichen AdWords-Inserenten gefunden, und desto höher wird somit auch der entsprechende CPC sein.

Das Paradebeispiel: Eine Nachrichtensite sollte unbedingt darauf achten, dass die verschiedenen Ressorts jeweils mit AdSense-Channels versehen sind. Wenn ein AdWords-Inserent im Placement-Tool zum Beispiel nach „Reisen“ sucht, erscheint unter Umständen dann auch der Channel des Reise-Ressorts der Nachrichtensite. Wäre der Channel nicht implementiert, würde die Nachrichtensite für diese Anfrage einfach nicht stattfinden, was sich ultimativ in niedrigeren CPCs niederschlagen würde. Im Endeffekt sollte der AdSense-Partner somit auch eine Art SEO für die AdSense-Channels (wobei in diesem Fall das AdWordsPlacement Tool die Suchmaschine ist) durchführen, um somit möglichst viele Buchungen zu erhalten. Somit wären wir ja doch wieder bei großen Thema SEO 🙂

Auch bei der AdSense-Optimierung gilt die 80/20-Regel -> es sind in der Regel 20% der Hebel, welche 80% der Einnahmen bewirken. Das Interessante ist hier jedoch, dass sich die 20% der Hebel von Website-Typ zu Website-Typ teils sehr stark unterscheiden! Das angesprochene Optimieren der Channel-Struktur ist beispielsweise für Nachrichten-Sites sehr entscheidend, für eine Preisvergleich-Site interessanterweise wiederum eher weniger.

AdSense Beratung

Eine guter AdSense-Berater sollte die wichtigen 20% der Hebel je nach Website-Typ im Schlaf runterbeten können, und sollte, wie erwähnt, meines Erachtens auch Potenzial-Abschätzungen über die Kennzahl Eurocent Payout pro Unique User abgeben können. Es gibt leider im nordeuropäischen Raum m.E. nur wenige wirklich exzellente AdSense Berater. Falls ihr einer seit, dann könnt ihr Euch gerne bei mir melden 🙂

Hellas
Euer Niels