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Archive for Januar, 2012

Update zum Onlinemarketingrecht oder die alternativlosesten Urteile aus 2011

Teil 1: Rechtsentwicklungen im SEM, SEO und Affiliatebereich

Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Marc Laukemann

Braucht es jetzt noch einen Jahresrückblick über Rechtsentwicklungen im Onlinemarketing in 2011, wo wir alle fest mit den Planungen in 2012 beschäftigt sind? Hier hilft das schöne Zitat des amerikanischen Philosophen George Santayana „Wer sich an die Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ Mit dieser Erkenntnis gewappnet, möchte ich die wichtigsten Rechtsentwicklungen im Onlinemarketing vorstellen, die ich nachfolgend darstellen möchte. Aus Platzgründen ist der Artikel in zwei Teile aufgeteilt. Teil 2 beschäftigt sich mit den Rechtsentwicklungen im Datenschutz:

I. SEM UND RECHT

1. Brandbidding
Bekanntlich stufte der Europäische Gerichtshof die Verwendung einer fremden Marke als Keyword bei Google AdWords (auch bekannt als Brandbidding) dann als Markenverletzung ein, wenn eine Anzeige beim Durchschnittsnutzer den unzutreffenden Eindruck vermittelt, diese stamme von der Markeninhaberin oder zwischen dem Werbenden und der Markeninhaberin bestünden wirtschaftliche Verbindungen (sogenannte Täuschung über die „betriebliche Herkunft“ der verwendeten Marke). Die konkreten praktischen Auswirkungen seiner Rechtssprechung blieben jedoch unklar.

Nunmehr hatte das höchste deutsche Zivilgericht, der BGH, in seinem Bananabay-Urteil (BGH vom 13.1.2011 – I ZR 125/07, Bananabay II) entschieden, dass in vielen Fällen Google-Adwords-Buchungen nicht zu beanstanden sind. Allein aus der Einblendung der Werbung bei Eingabe des Suchbegriffes könne nämlich nicht auf eine solche Verbindung geschlossen werden, da diese deutlich als Anzeige gekennzeichnet sei.

Voraussetzung für die Zulässigkeit ist allerdings, dass

  • die Anzeige selbst weder das fremde Zeichen (Firmen- oder Markenname)
  • noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte enthält und
  • der angegebene Domain-Name auf eine andere betriebliche Herkunft hinweist.

Die Instanzgerichte neigen allerdings nach wie vor dazu, die EuGH-Rechtssprechung zu Gunsten der Markeninhaber auszulegen und einen Eingriff in die so genannte Herkunftsfunktion der Marke anzunehmen. Sowohl das OLG Braunschweig als auch das OLG Düsseldorf sind der Auffassung, dass sehr häufig eine Irreführungsgefahr bei GoogleAd zu bejahen sei, wobei es nicht einmal darauf ankommen soll, ob der Name in der entsprechenden Google-Anzeige vorkommt.

Inzwischen hat der Europäische Gerichtshof noch ein weiteres Urteil gefällt (EuGH vom 22.09.2011, Az. C-323/09 – Interflora) und sieht in der Verwendung einer fremden Marke als Keyword in einer AdWords-Kampagne dann eine Markenverletzung, wenn eine vom Markenrechtsschutz beabsichtigte Funktion der Marke beeinträchtigt wird. Dies liegt in der reinen Nutzung der Werbefunktion der Marke nicht vor, sondern nur noch dann, wenn

  • der falsche Eindruck erweckt werde, zwischen dem Werbenden und dem Markeninhaber bestehe eine wirtschaftliche Verbindung (z.B. durch Verwendung von Begriffen „Vertriebspartner“ „Wir von xy“ etc.), so genannter Verletzung der Herkunftsfunktion der Marke
  • die von einem Mitbewerber in einer Google-Adwords-Anzeige verwendete Marke in einer Weise verwendet wird, die Auswirkungen auf den Ruf der bekannten Marke habe und damit dessen Wahrung gefährde (z.B. die Verwendung der Marke Coca-Cola für das neue Thilo Sarazzin-Buch oder bei Einsatz von Markennamen für Erotikprodukte)
  • in sonstigen (seltenen) Fällen der Verwässerung, Verunglimpfung der Marke oder beim Trittbrettfahren bezüglich der verwendeten Marke zu sehen ist.

Fazit: Die Buchung fremder Marken als Keyword ist grundsätzlich zulässig, es sollten jedoch die unter 2. dargestellten Hinweise beachtet werden.

2. Was bei der Gestaltung von Adword-Anzeigen zu beachten ist
2.1. Bei der Werbung mit fremden Marken gilt folgendes:

(1) Unzulässig wird das Brandbidding, wenn der Normalsurfer aus den Umständen oder der Gestaltung der Anzeige auf eine wirtschaftliche Verbindung zwischen Werbendem und Markeninhaber schließen muss.

(2) Jeder Werbende sollte in der Anzeige darauf achten, die nicht der Eindruck entsteht, die eigene Marke sei mit der verwendeten Marke wirtschaftlich verbunden (z.B. in dem in der Anzeige die eigene Marke besonders herausstellt oder sogleich auf eine Domain verlinkt, die die eigene Marke im Namen führt).

(3) Es sollte jeder Eindruck vermieden werden, dass die verwendete Marke herabgesetzt, nachgeahmt oder verunglimpft wird.

(4) Vorsicht ist weiter bei der Verwendung der Broad-Match-Option geboten. Sucht ein Nutzer nach einem Gattungsbegriff in Kombination mit einer Marke, liegt eine wirtschaftliche Verbindung womöglich näher.

2.2. Sonstige rechtliche Vorgaben:
Der verwendete Anzeigentext darf nicht irreführend sein. Grundsätzlich hilft auch eine Klarstellung auf der Zielseite nicht. Eine Ausnahme hatte der Bundesgerichtshof im Fall der Werbung mit “Lieferung innerhalb 24 Stunden” zugelassen, wenn nähere Erläuterungen zu Feiertagsbestellungen etc. auf der Landingpage aufgenommen sind.

Voraussetzung ist aber, dass diese Erläuterungen naheliegend sind; in allen übrigen Fällen müssen Einschärnkungen der Verfügbarkeit oder Zusatzkosten in der Anzeige selbst enthalten sein. So müssen bei einer Anzeige unter Hinweis auf eine kostenpflichtigen Hotline sowohl die Telefonkosten für Anrufe vom Festnetz wie auch Mobilfunk in der Anzeige selbst enthalten sein (Wer hat eine Idee wie man das machen kann?). Eine Lösung kann allenfalls sein, die die Rufnummer erst auf der Zielseite zu bewerben.

II. RECHTSENTWICKLUNGEN IM AFFILIATEBEREICH

Schwerpunkt in der Rechtsentwicklung im Affiliate-Bereich ist nach wie vor die Frage der Haftung des Merchant für Wettbewerbsverstöße seines Affiliate.

1. Was galt bisher?
Rückblick: Nach bisheriger Rechtsprechung haftete ein Unternehmer für Handlungen seiner Werbepartner, wenn diese

  • auf ihrer Website ständig einen Link auf die das Angebot dieses Unternehmens enthaltende Internetseite bereitstellen und
  • der Werbepartner für jeden Besucher, der über diesen Link zu dem Unternehmen gelangt und mit diesem einen Geschäftsabschluss tätigt, eine Provision zahlt und
  • der Unternehmer dem Werbepartner eine Auswahl für die Gestaltung der Werbemittel vorgibt und
  • der jeweilige Werbepartner erst nach einer Überprüfung in das Partnerprogramm aufgenommen wird (sogenannte Beauftragtenrechtssprechung)

Sofern das Unternehmen nicht damit rechnen musste, dass der Werbepartner noch anderweitig für ihn tätig wurde, war die Haftung des Unternehmers aber nur auf Rechtsverletzungen beschränkt, die auf der zum Partnerprogramm angemeldeten und abgerechneten Website erfolgte (vgl. BGH, Urt. v. 07.10.2009 – Az.: I ZR 109/06).

2. Was ist weiter zu beachten?
2.1. Neues zur Haftung des Merchant für die Webung seines Affiliates

Von einer vorstehend beschriebenen Zurechnung der Werbung des Affiliate, die zu einer Haftung des Merchant führt, ist nach einer Entscheidung des OLG Köln 28.01.2011 – 6 U 200/05 dann auszugehen, wenn

  • der Affiliate einen vertraglichen Anspruch hätte, das der Werbung des Merchant nützliche Anklicken eines Links auf der angezeigten Seite mit der Bezeichnung als „gültigen Klick“ über das Partnerprogramm abzurechnen und
  • es sich dem Merchant hätte aufdrängen müssen, dass der Affiliate im Bereich dieser in die Abwicklung seines Partnerprogramm eingebundenen Seite eine Suchmaschinenmanipulation vornahm, welche die Gefahr von Kennzeichenverletzungen in sich barg, sofern
  • der Merchant auf zumutbare Weise diese Manipulation hätte unterbinden können.

Verpflichtet sich der Merchant im Rahmen einer vertraglichen Unterlassungserklärung (z.B. nach einer Abmahnung), bestimmte Suchwörter nicht mehr zu verwenden, haftet das Unternehmen aber insoweit nicht für entsprechende Rechtsverletzungen seiner Affiliates, da es sich hierbei lediglich um vertragliche Absprachen handelt und der Affiliate nicht zur Erfüllung dieser vertraglichen Pflichten vom Merchant eingesetzt wird, vgl. OLG Köln Urt. v. 12.02.2010 – Az.: 6 U 169/09

2.2. Preisangabenpflicht
Ein Affiliate, der online eine Hotel-Reservierungsplattform unterhält, bleibt nach einem Urteil des Landgerichts München verpflichtet (Urt. v. 29.05.2009 – Az.: 11 HK 5959/09) bei den Hotelzimmern nicht nur Brutto-Preise inklusive sämtlicher sonstiger Kosten, sondern auch Netto-Entgelte anzugeben. Er kann sich insoweit nicht darauf berufen, dass sich die beworbenen Hotelzimmer im Ausland befinden und dass die die Netto-Preisangabe für die dortigen Hotels (hier in den USA) marktüblich sei. Vielmehr gelte auch insoweit die deutsche Preisangabenverordnung.
Zugleich stellten die Richter klar, dass der Merchant, der diesbezüglich bereits abgemahnt wurde, seiner Pflicht nachkommen muss, drohende zukünftige Verletzungsfälle abzuwenden und dabei entsprechend auf die Affiliates (idealerweise durch Drohung mit der Geltendmachung zuvor vereinbarter Vertragsstrafen) einzuwirken.

3. Abrechnungsbetrug bei Affiliateagenturen
Andreas Hörr deckte in 2011 dankeswerter Weise die Widersprüche bei der Abrechnung von Affiliateprovisionen durch Agenturen auf. In der anschließenden Diskussion in der Affiliate-Szene hat sich gezeigt, dass sich die Affiliates – vorsichtig formuliert – häufig schlecht informiert fühlen und kein Vertrauen in die Abrechnungspraxis der Agenturen haben.

Dabei ist die rechtliche Ausgangslage grundsätzlich klar und für den Affiliate positiv:
Die Agentur ist vertraglich verpflichtet,

  • getätigte Umsätze zu bestätigen.
  • ordnungsgemäß über Stornos zu berichten, wenn diese die Provision mindern.
  • Dieser Anspruch ist über § 259 BGB auch gerichtlich durchsetzbar.

  • Werden überhöhte Stornozahlen gemeldet, ist dies ebenfalls eine Vertragsverletzung und – soweit dies absichtlich – geschieht als (versuchter) Betrug zu qualifizieren.
  • Konsequente Täuschungen über die Höhe der Vergütung können darüber hinaus auch einen Wettbewerbsverstoß darstellen, welcher von allen Konkurrenten abgemahnt werden kann.

Soweit die Theorie; in der Praxis scheitern viele Affiliates daran, Nachweise für unvollständige Abrechnungen zusammenzustellen oder daran, dass die Vertragspartner des Affiliates Netzwerkagenturen sind, die sich wiederum weigern, ihre Vergütungsansprüche gegen den Advertiser konsequent und nachhaltig durchzusetzen.

Aber auch ein solches Vorgehen der Agenturen bringt diese nicht nur in Verruf sondern stellt auch eine vertragliche Nebenpflichtverletzung gem. § 241 Abs. 2 BGB dar, welche wiederum zum Schadensersatz berechtigt. Nun könnte man argumentieren, dass das Netzwerk insoweit verpflichtet ist, eventuelle Auskunftsansprüche gegen den Advertiser vollständig herauszugeben bzw. abzutreten.

Am meisten Druck lässt sich in Fällen dieser Art wohl über gemeinsame konzertierte Aktionen zahlreicher betroffener Affiliates erreichen. Hier bestehen vielfältige deutlich effektivere Möglichkeiten des gemeinsamen Vorgehens, sei es über Presseartikel, das Einschalten von Verbänden (vielleicht BVDW?) oder die Gründung von Interessengemeinschaften oder die Zusammenarbeit mit gemeinsam beauftragten Rechtsanwälten und deren Prozessfinanzierern

Was hier wirklich hilft, wird die Praxis zeigen.

III. SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG SEO UND RECHT

1. Verwendung geschützter Begriffe bei der Optimierung (im Quelltext u.a.)
Die oben zu Google-Adwordswerbung getroffenen Feststellungen gelten im Bereich der Suchmaschinenoptimierung, wie der BGH, Urteil vom 13.1.2011 – I ZR 46/08 nochmals klarstellte, gerade nicht.

Da bei den Ergebnissen der Trefferliste für den Internetnutzer in der Regel nicht hinreichend deutlich werde, ob der Verwender eines mit einer geschützten Marke übereinstimmenden (Meta-)Tags, der identische oder ähnliche Produkte anbietet, im Verhältnis zum Markeninhaber Dritter oder vielmehr mit diesem wirtschaftlich verbunden ist, bleibt deren Verwendung rechtlich höchst gefährlich. Es bestehe nämlich die Gefahr, dass der Internetnutzer das Angebot in der Trefferliste auf Grund der dort gegebenen Kurzhinweise mit dem Angebot des Markeninhabers verwechselt und sich näher mit ihm befasst.

Es gilt insoweit nach wie vor, dass die Nutzung fremder Marken auf der eigenen Website einer Rechtfertigung bedarf.

Eine solche Rechtfertigung kann etwa in der kritischen Auseinandersetzung mit bestimmten Produkten oder Marken liegen. Wenn also die intensive Berichterstattung über eine Marke zu einem guten Google-Ranking führt, hat der Markeninhaber aus Markenrecht dagegen keine Handhabe.

2. Falsche Eingruppierung bei Onlinemarktplätzen
Aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass es in Online-Marktplätzen immer mal wieder versucht werden soll, mehr Aufmerksamkeit durch die Eingruppierung in falsche Rubriken oder die Verwendung falscher Keywords zu erreichen.

Wenn Verbraucher gezielt in einer Rubrik suchen und dort auch Anzeigen finden, die in die Rubrik nicht hinein gehören, liegt grundsätzlich eine Irreführung nahe. Eine Ausnahme sah der Bundesgerichtshof in einem Fall, in dem ein Kfz-Händler ein Auto mit einer Laufleistung von mehr als 120.000 km (womöglich versehentlich) in der Rubrik unter 5.000 km einer Online-Verkaufsplattform einsortiert hatte. Während die Vorinstanzen hier eine wettbewerbsrechtlich relevante Irreführung sahen, hat dies im vorliegenden Fall für nicht täuschungsrelevant angesehen, weil sich aus der Beschreibung der Anzeige der tatsächliche Kilometerstand unmittelbar ergab (vgl. BGH vom 6.10.2011 – I ZR 42/10).

3. Verwendung illegaler Inhalte
Die Gerichte überprüfen auch den Quelltext einer Webseite daraufhin, ob diese illegale Inhalte enthalten, die dann auch zu einem wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruch führen können. Allein die Verwendung der Suchbegriffe “Diplomarbeit” und “kaufen” im Quelltext der Internetseite eines “akademischen Ghostwriters” zur Suchmaschinenbeeinflussung in dem Sinne, dass die Seite bei entsprechender Eingabe auf einem oberen Platz angezeigt wird, stellt nach Auffassung des OLG Köln Urteil vom 23.02.2011 6 U 178/10 keine Irreführung des angesprochenen Verkehrs dar, wenn nur legale Hilfestellungen bei der Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten angeboten werden.

Dass Angaben über Unternehmen grundsätzlich zutreffend zu sein haben und den Verbraucher nicht in die Irre führen dürfen, zeigt auch eine Entscheidung des Landgerichts München. Hier wurde ein Unternehmen zur Unterlassung verpflichtet, weil es in seinem Google-Places-Profil einen falschen Geschäftssitz angegeben hatte.

4. Linkplacement und Schleichwerbung
Bereits Anfang des Jahres berichteten verschiedene Seiten über massive Schleichwerbung in der deutschen Blogszene. So soll ein Unternehmen umfangreich deutsche Blogger angeschrieben, um diese dazu zu überreden, Beiträge zu bestimmten Themen zu schreiben und dabei auf bestimmte Zielseiten von Kunden der Agentur zu verlinken (Backlinks). Im Gegenzug wurden Beträge zwischen 25 – 65 EUR angeboten.

Hintergrund war natürlich nicht in erster Linie, bei den Lesern der Blogs für die Produkte zu werben, sondern organische Links zu kreieren, die positiven Einfluss auf das Google-Ranking haben.

Alle Juristen stufen bisher gekaufte Links als wettbewerbswidrige Schleichwerbung und damit als Verstoß gegen §§ 4 Nr. 3; Nr. 11 des Anhangs zu § 3 Abs. 3; UWG; 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG ein. Danach muss so genannte kommerzielle Kommunikation (insbesondere also Werbung) klar als solche erkennbar sein.
Voraussetzung für die Anwendbarkeit der genannten Vorschriften ist weiterhin, dass überhaupt ein redaktioneller Blog-Teil auf der Seite vorhanden ist, auf der Werbung betrieben werden soll. Bei unternehmensunabhängigen Blogs ist dies dann der Fall, wenn die dort behalndelten Themen deutlich den rein privaten, auf eine begrenzte Anzahl von Usern ausgerichteter Bereich verlassen.

Auch das Oberlandesgericht München hatte bereits in einem Urteil vom 10.12.2009 – 29 U 2841/09 es für wettbewerbswidrig angesehen, wenn ein Telemediendienst unter einem mit “Themen” überschriebenen Portal redaktionell gestaltete Onlineangebote bereithält und redaktionelle Hyperlinks sowie damit verlinkte Webseiten, die gleichfalls in Form redaktioneller Beiträge aufgemacht sind (sog. „Advetorials”) nicht in ausreichender Form als Werbung kennzeichnet.
Der wettbewerbsrechtliche Vorwurf war hier aber in erster Linie die Feststellung, dass die Blogartikel selbst getarnte Werbung sind. Wer Links auf Blogs schaltet, die inhaltlich frei und ggf. auch kritisch über Produkte berichten, begeht nach richtiger Ansicht nicht unbedingt verbotene Schleichwerbung, wenn die Links aus dem Gesamtzusammenhang als gekaufte Werbeklinks erkennbar sind. Hier gelten insoweit die allgemeinen Grundsätze, wonach ein Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot nicht vorliegt, wenn der Werbecharakter des Links bei einer Gesamtbetrachtung ohne weiteres erkennbar ist und der Link selbst keine gesonderte eigene Werbewirkung entfaltet, vgl. BGH v. 01.07.2010 – I ZR 161/09.

Fortsetzung folgt…..

Der Autor ist Rechtsanwalt, u.a. Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz und beschäftigt sich seit über 10 Jahren mit dem Glückspielrecht in Deutschland (www.wir-beraten-unternehmer.de)

Lerne Online Marketing von den Besten

Niels Dörje Small-TeaserHey Jungs & Mädels! Ich bin´s, der Niels,
Marcus´ neuer con-genialer Partner und Mitgründer von Tandler.Doerje.Partner. Nach 4 Jahren bei Google, und endlich auf der anderen Seite des Tisches, will ich auch mal ein wenig hier bloggen, und euch meine Sichtweise auf spannende Themen verraten.

Nur noch knapp einen Monat bis zum Start des neuen BAW Online/-Dialogmarketing Studiengangs in München.

Wenn ich heute nochmals vor der Jobwahl stünde, dann würde ich Online Marketer werden. Jetzt werden viele von Euch sicherlich sagen, ja logisch sagt Niels das, denn er kennt ja nichts anderes :-)

Dem ist nicht so, denn meine erste Station, nach meinem Studium mit 23 Jahren, war zunächst in einer Werbeagentur. Dort verbrachte ich 5 Jahre, in denen ich viel gelernt habe, und die mich sehr geprägt hat. Für alle diejenigen unter Euch, die keine Idee haben, wie es ist in einer Werbeagentur zu arbeiten, hier eine Kurzfassung ->

Arbeitszeiten von bis zu 70h pro Woche sind die Regel, sehr hübsche Kolleginnen, und für gewöhnlich eine katastrophale Bezahlung.
Bei Online Marketern ist eines wesentlich anders – die Verdienstchancen sind fantastisch, und die Studenten von der BAW haben oft vor dem Ende des Studiums einen Anstellungsvertrag in der Tasche. Arbeiten muss man aber halt ebenfalls wie ein Wahnsinniger :-)

Der neue Studiengang zum Fachwirt Online-/Dialogmarketing an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) bildet ein gesundes theoretisches Fundament für Praktiker und Berufseinsteiger im Online Marketing und einen offiziell anerkannten Studienabschluss.

Ich bin seit fast 10 Jahren Dozent an der BAW, und seit 3 Jahren im Advisory Board des Studiengangs. Dieser Studiengang ist in seiner Konzeption einzigartig, da dieser innerhalb des letzten Jahres völlig neu strukturiert wurde. Die folgenden vier Elemente bilden für mich den Kern des Studiengangs:

  • Höchste Qualität der Dozenten und der Studienleitung, damit das vermittelte Wissen im Bereich Online Marketing auch wirklich ankommt.
  • Die Verbindung von Dialog – mit Online Marketing Instrumenten. Einfach genial auch und gerade für Onliner mal zu hören wie es im Printbereich funktioniert.
  • Die Praxisorientierung und damit die direkte Anwendbarkeit des Wissens im Job.
  • Offiziell anerkannter Studienabschluß,

    • durch das Diplom zum Dialogmarketing Fachwirt BAW.
    • durch die Wissenschaft: Das Studium an der BAW wird anerkannt an der Steinbeis Hochschule Berlin. Man kann somit nach der BAW an der Hochschule in Berlin ein Hochschulzertifikat erwerben.
    • durch die internationale FEDMA: Man erhält zusätzlich zum BAW Diplom ein „European Diploma in Direct and Interactive Marketing”
      der FEDMA (Federation of European Direct and Interactive Marketing), um sich auch international problemlos bewerben zu können.
    • durch die Wirtschaft: In vielen Stellenangeboten der Wirtschaft gerade im Süddeutschen Raum wird explizit nach Absolventen der BAW gesucht.

Der Studienleiter ist der Chef

Robert Bidmon, er ist der Garant für Qualität. Er hat mir seine Gedanken verraten – sein großes Ziel ist, jede und jeder Studierende sollten am großen Abschlussfest das Diplom entgegennehmen können. Die Grundlagen dazu legt er schon Monate vorher, gemeinsam mit den Kollegen, bei der Studienplanung fest. Von Beginn an, ist dann jeder Studiengang aufregend und lehrreich. Lehrreich für die Studierenden – und ihn. Aufregend ist vor allem der letzte Studiengangstag an der BAW: Vor konkreten Kunden präsentieren die Studierenden in Agenturgruppen die Lösungen für konkrete Marketingaufgaben. Es ist jedes Mal eine Freude, wenn die Kunden danach mehr als positiv überrascht über die Ergebnisse sind. Einer von vielen Belegen, dass es wieder gelungen ist das karriererelevante Wissen an die Studierenden zu bringen.

Ein wenig Hintergrund zu Robert Bidmon.
Dipl. Psych. Univ. Robert K. Bidmon, Betriebswirt VWA, Direktmarketing-Fachwirt BAW, Forscher und Lehrer im Dialogmarketing, mit diversen Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen. Autor verschiedener Publikationen in den Bereichen Dialogmarketing, Marketing, Medizin. , Freiberuflicher Trainer, Studienleiter Dialog- und Direktmarketing an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing.

Die Dozenten.
Die Dozenten dieses Studiengangs lesen sich wie das „who is who“ der Branche, und konnten auch den Bewertungen der Studenten mehr als standhalten. Die Studenten haben an der BAW das Recht jeden Dozenten zu beurteilen, was zur Sicherung der Qualität des Studiums elementar wichtig ist!

  • Stefan Lein – Industry Head Retail Google Germany
  • Ernst Benner – Geschäftsführer Benner und Partner (Hall of Fame des DDV) wird eine Vorlesung zum Thema Dialogmarketing Strategie halten.
  • Claus Mayer – gkkdialog (ebenfalls in der Hall of Fame des DDV) wird über die Dialogmarketing Methode nach Prof. Vögele dozieren.
  • Lennart Paulsen – Geschäftsführer von Trakken Hamburg gibt Euch 180min. tiefe Einblicke in die Conversion Optimierung und in den Aufbau der besten Landingpages.
  • Oliver Zenglein – Unser SEA Pabst hält eine hands-on Vorlesung zum Thema Google Adwords bzw. Performance Marketing.
  • Simon Curt Harlinghausen – Geschäftsführer von AKOM360 und der deutsche „Mister Social Media“ zeigt Euch an konkreten Beispielen wie man Facebook wirklich richtig nutzt und das weit über eine einfache Fanpage hinaus.
  • Marcus Tandler und meine Wenigkeit – Tandler.Doerje.Partner. Wir geben Euch in 180 Minuten das geballte SEO Wissen, von Panda bis User Intent, und von Google Places bis zur Relevanz von Bewertungen in Google´s Universal Search.
  • Dr. Christoph Röck – Geschäftsführer vom Weltbild Verlag und ehemaliger GF von Affilinet geht mit Euch das Affiliate Business en detail durch.

Außerdem dabei sind: Matthias Postel (Web Analyse), sowie Dr. Torsten Schwarz uvm.

Erfahrungsberichte von Studenten

Das Feedback der Studenten über diesen Studiengang sagt mehr als tausend Worte. Andreas Bruckschlögl hat im Jahr 2011 erfolgreich den Studiengang abgeschlossen und gibt Euch Einblicke, wie er das Studium empfunden hat:

Andreas BruckschlöglHi, ich bin Andi und als Head of Linkbuilding bei Tandler.Doerje.Partner für sämtliche Linkaquisitions verantwortlich. Aktuell koordiniere ich ein Team aus zehn freiberuflichen Linkbuildern, krempel aber auch noch immer selber gerne die Ärmel hoch, und helfe aktiv mit, die besten Links für unsere Kunden ranzuholen.

Ich möchte euch kurz einen Überblick geben, warum ich mich für das Studium entschieden habe und was euch erwarten wird:

Wie jeder Abiturient stand auch ich lange vor der Entscheidung, wie ich nun weitermachen möchte: Entweder ich studiere, quäle mich durch den langwierigen, realitätsfernen Theorieteil und habe in ein paar Jahren den Bachelor in BWL oder ich mache das, was mir Spaß macht: Online-Marketing. Ich entschied mich natürlich für Zweiteres :-) So wurde aber von Niels und Marcus auf das BAW-Studium aufmerksam gemacht, und meldete mich schließlich für den Studiengang 2011 an.

Was erwartet euch?

Das Studium findet jeweils Freitags von 14:00 bis 19:00 Uhr und Samstags von 9:00 (!) bis 16:45 Uhr statt. Am ersten Tag gibt es bei jedem Studienstart eine Einführung von Herrn Prof. Dr. Lung, dem Direktor der BAW. Ich kann mich noch an folgende Sätze wahnsinnig gut erinnern: „In diesem Jahr, in dem Sie an der BAW studieren, wird sich viel verändern. Kein Stein wird mehr auf dem anderen stehen.“ Ich hörte mit einem Ohr zu und dachte mir: Logo, das sagt der sicher jedes Jahr, um die Studenten enthusiastisch zu stimmen….

Das Jahr ist vergangen und Herr Dr. Lung hatte komplett Recht! Es hat sich sowohl bei mir als auch bei meinen Kommilitonen in diesen 9 Monaten wahnsinnig viel verändert! Durch die BAW knüpft man wertvolle Kontakte zu Kommilitonen und Referenten, man gewinnt durch eine Agenturphase an Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, man lernt durch eine benotete Hausarbeit, wie man Marketing-Ideen richtig vor seinen Chefs präsentiert und wie man ein Jahr ohne viel Schlaf auskommt ;-)

Aus welchen Bereichen und in welchem Alter sind die Kommilitonen?

Das ist wirklich komplett gemischt. Meine Kollegen waren unter anderem von folgenden Firmen: Sky, Weltbild, eCircle, Payback, Adjug, Pro7, bayerischer Rundfunk, Antenne Bayern, Stadtsparkasse München, und viele weitere…
Die Kommilitonen sind auch unterschiedlich alt, so war in meinem Studiengang die Jüngste 20 Jahre alt, und absolvierte parallel ein Trainee-Programm. Der Älteste war über 40 und wollte sich beruflich weiterbilden.

Wie ist das Studium gegliedert und wie viel Klausuren schreibt man?

Zu Beginn gibt es ein 15-Wöchiges Grundstudium, wo ihr das lernt, was man als Onliner eigentlich nicht kennt. Wie man eine Marktforschung erstellt, Break-Even- Points ausrechnet, welche Druckvarianten es beim Print gibt, … Nach der ersten Hälfte des Grundstudiums schreibt ihr die erste Klausur, welche als einzige sehr nah an den Skripten orientiert ist. Da heißt es einfach: Zähne zusammen beißen und auswendig lernen! Zum Ende müsst ihr dann eine Hausarbeit anfertigen und dort eine Marketing-Idee auf maximal 5 Seiten so ausformulieren, dass ihr damit eure Chefs überzeugen würdet. Diese wird natürlich benotet und fließt in eure Endnote mit ein. Hier könnt ihr das zuvor übermittelte Wissen richtig anwenden :-)
Danach folgt das Vertiefungsstudium. Ab hier wird das Tempo etwas sportlicher und ihr bekommt teilweise an einem Tag drei verschiedene Vorlesungen mit geballtem Wissen. Dieses wird im Juli mit einer Klausur beendet, in der man einen Praxisfall bearbeiten muss.
Nach 4 Wochen Sommerferien geht es dann in den stressigsten Teil der BAW. Zuerst schreibt ihr eine Abschlussprüfun – in dieser müsst ihr wieder einen Fall bearbeiten, der zwar vorwiegend „onlinelastig“ ist, aber auch Wissen aus dem Grundstudium erfordert. Danach bildet ihr mit fünf Kommilitonen eine „BAW-Agentur“ und müsst innerhalb von acht Wochen ein komplettes Marketingkonzept entwickeln und am Ende vor den Kunden präsentieren. Zum Schluss des Studiums müsst ihr dann noch eine Diplomarbeit schreiben, welche 40-80 Seiten umfassen sollte.

Wie hat mir das Jahr gefallen und würde ich es noch einmal machen?

Ganz klar: Ja! Wie ihr aus den vorherigen Zeilen herauslesen konntet, ist dieses nebenberufliche BAW-Studium zwar kein Zuckerschlecken, aber ihr lernt extrem viel und habt während des Studiums auch wahnsinnig viel Spaß. Es gab bei uns beispielsweise zahlreiche „Get together“, an die ich mich mit einem breiten Grinsen erinnere :-)

Weitere Meinungen von anderen Studenten des Studienjahrgangs 2011. Es galt die Aussage zu vervollständigen:
Ich empfehle das BAW-Fachtstudium Dialog- / Onlinemarketing weil…..

  • Stefan Krimmer: "…es Praxiswissen auf kaum erforschten Gebieten in neben dem Beruf aufnehmbarer Form vermittelt.
  • Wolfgang Zeintlhofer: "…. hochkarätige Dozenten nicht nur Wissen vermitteln, sondern direkte Erfahrungen aus der Wirtschaft weitergeben."
  • Michaela Bacher-Maurer: "….es spiegelt den momentanen Stand am Markt wieder. Die Dozenten sind Spezialisten und nicht Leute, die vor Jahren ein Thema gelernt haben und sich nicht weiterentwickeln. Das „up-to-date-sein“ ist mit dem Studium voll erfüllt worden, jetzt heißt es dran bleiben und ein lebenlang lernen.

Hier noch ein Foto des Dialog- / Onlinemarketing Studiengangs nach den Abschlusspräsentationen mit Prof. Vögele, dem „Erfinder“ des Dialogmarketings.

Gruppenfoto des Studiengangs Dialog-/Onlinemarketing

Die Fakten des Studiums auf einen Blick

  • Start: 3.2.2012
  • Studiendauer: 12 Monate
  • Studienleiter: Robert Bidmon
  • Studienmanagerin: Lisa Muth
  • Studienzeiten: Freitag 14:00 bis 19:00 und Samstag 09:00 bis 16:45
  • Grundstudium: ca. 6 Monate
  • Vertiefungsstudium: ca. 6 Monate Online-/Dialogmarketing
  • Abschluß: Dialogmarketing Fachwirt BAW
    – offiziell anerkannt durch Wirtschaft, Wissenschaft, und auch international (siehe oben)
  • Studiengebühr: 7.900 Euro (übernimmt oftmals auch der Arbeitgeber)
  • Anmeldung:
    Über die Studienmanagerin Lisa Muth. 089-480909-24 oder aber gerne auch bei mir (via XING oder Facebook) oder Andreas Bruckschlögl (XING / Facebook)

Ich würde mich freuen Euch im Studiengang zu sehen!

Tak Niels